Viele meinen mit „WLAN-Anbieter“ einfach ihren Internetanbieter für zuhause. Denn drahtloses WLAN entsteht nicht durch einen eigenen Tarif, sondern durch den Router, den du zu deinem Internetanschluss bekommst. Ob DSL, Kabel oder Glasfaser: Jeder Anschluss lässt sich per WLAN-Router im ganzen Haus nutzen. Hier vergleichst du die Anbieter und siehst vor allem eines, das andere Portale verschweigen: wer den WLAN-Router wirklich gratis dazugibt und wer ihn nur gegen Miete anbietet.

Welche WLAN-Anbieter gibt es?
Grundsätzlich ist jeder Internetanbieter auch ein WLAN-Anbieter. Man unterscheidet vor allem nach der Anschlussart und der Reichweite:
* Bei den schnellsten Tarifen ist der Router gratis.
* Bei den schnellsten Tarifen ist der Router gratis.
* Bei den schnellsten Tarifen ist der Router gratis.
Welche WLAN-Anbieter es an deiner Adresse wirklich gibt, siehst du am schnellsten über die Vorwahl-Suche auf der Startseite. So vergleichst du nur Anbieter, die bei dir auch verfügbar sind.
Welcher Anbieter gibt den WLAN-Router gratis dazu?
Der wichtigste Preisunterschied zwischen den Anbietern steckt oft im Router. Bei einigen ist er fest und kostenlos inklusive, bei den meisten anderen kostet er als Option eine monatliche Miete:
- Router gratis inklusive: Unter anderem 1&1, eazy, M-net, NetCologne, NetAachen und TNG geben einen aktuellen WLAN-Router, meist eine FRITZ!Box, ohne Aufpreis dazu.
- Router gegen Miete: Telekom, Vodafone, o2, PYUR und Deutsche Glasfaser bieten den Router optional an, meist für rund 3 bis 7 Euro im Monat.
Achte beim Vergleich also nicht nur auf den Grundpreis: Ein Anbieter mit gratis WLAN-Router ist über die Laufzeit oft günstiger als ein billigerer Tarif, bei dem 5 bis 7 Euro Routermiete pro Monat dazukommen. Über 24 Monate macht das schnell über 150 Euro Unterschied.
Die Router der großen Anbieter im Vergleich
Damit du siehst, was die Anbieter technisch mitliefern, haben wir vier typische Anbieter-Router direkt gegenübergestellt, von Glasfaser über Kabel bis DSL. So erkennst du auf einen Blick, welches Gerät Mesh, WPA3 und ein modernes WLAN mitbringt:
| Speedport Smart Glasfaser | Vodafone Station | o2 HomeBox 3 | 1&1 HomeServer Glasfaser | |
|---|---|---|---|---|
| WLAN-Standard | Wi-Fi 6 | Wi-Fi 6 | Wi-Fi 6 | Wi-Fi 6 |
| Anschlussart | Glasfaser | Kabel | VDSL | Glasfaser |
| Tempo 5 GHz | 4.800 MBit/s | 4.800 MBit/s | 9.600 MBit/s | 2.400 MBit/s |
| Tempo 2,4 GHz | 1.200 MBit/s | 1.200 MBit/s | 1.100 MBit/s | 600 MBit/s |
| Mesh | ✓ | – | – | ✓ |
| MU-MIMO | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| WPA3 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Telefonie | DECT | analog | DECT+analog | DECT+analog |
| LAN-Ports | 4 (4× Gigabit) | 4 (4× Gigabit) | 2 (2× Gigabit) | 3 (3× Gigabit) |
| WAN-Port | 2,5 Gbit/s | – | – | 2,5 Gbit/s |
| Anschluss-Standard | GPON (integr. Modem) | DOCSIS 3.1 | VDSL Supervectoring / Glasfaser | GPON/AON (integr. Modem) |
| Markteinführung | 2022 | 2021 | 2022 | 2020 |
| Zielgruppe | Fortgeschrittene | Einsteiger | Einsteiger | Fortgeschrittene |
| Extras | Wi-Fi 6, Mesh, DECT-Basis, integriertes GPON-Modem | Wi-Fi 6, DOCSIS 3.1 | Wi-Fi 6, 8x8 MIMO, DECT-Basis | Wi-Fi 6, Mesh, DECT-Basis, integriertes Glasfasermodem |
Die Unterschiede liegen im Detail: bei der Zahl der LAN-Ports, bei Mesh für große Wohnungen und bei der Telefonie-Ausstattung. Wichtig ist vor allem, dass der Router zu deiner Anschlussart passt, denn ein Kabel-Router funktioniert nicht an einem Glasfaser- oder DSL-Anschluss.
Welcher WLAN-Anbieter ist der günstigste?
Den einen günstigsten WLAN-Anbieter gibt es nicht, denn die Preise hängen stark von deiner Region und der verfügbaren Technik ab. Für einen fairen Vergleich rechnest du am besten den Effektivpreis inklusive Router über die gesamte Laufzeit. Wenig verbrauchen und trotzdem sparen willst du? Dann sieh dir die günstigen Anbieter unter 30 Euro an. Den passenden Tarif für deine Adresse findest du im Tarifvergleich.
WLAN-Router: mieten, kaufen oder eigenen nutzen?
Dank der gesetzlichen Routerfreiheit darf dir kein Anbieter ein bestimmtes Gerät vorschreiben. Seit 2016 gilt: Du kannst überall deinen eigenen Router anschließen und bekommst die nötigen Zugangsdaten auf Nachfrage. Damit hast du im Grunde drei Möglichkeiten:
- Gratis-Router des Anbieters: Am bequemsten und ohne Zusatzkosten, sofern der Anbieter ein aktuelles Modell fest inklusive anbietet. Ideal, wenn du dich um nichts kümmern willst: Das Gerät ist vorkonfiguriert und wird bei Problemen vom Anbieter getauscht.
- Router mieten: Kein Anschaffungspreis, dafür eine monatliche Gebühr von meist 3 bis 7 Euro. Du bekommst Support und oft automatische Gerätewechsel, zahlst über die Jahre aber drauf. Lohnt sich vor allem kurzfristig oder wenn du immer das neueste Modell willst.
- Eigenen Router kaufen: Einmalige Ausgabe von je nach Modell rund 80 bis 250 Euro, dafür keine laufende Miete. Über mehrere Jahre meist die günstigste Variante, und das Gerät bleibt bei einem Anbieterwechsel deins.
Ein kurzes Rechenbeispiel: Bei 6 Euro Miete im Monat zahlst du über zwei Jahre 144 Euro, über vier Jahre schon 288 Euro. Eine gute FRITZ!Box kostet einmalig oft zwischen 150 und 250 Euro. Der Kauf rechnet sich also meist nach zwei bis drei Jahren, spätestens beim nächsten Vertrag. Wichtig ist nur: Der gekaufte Router muss zu deiner Anschlussart passen, denn Geräte für DSL, Kabel und Glasfaser sind nicht untereinander austauschbar.
Als Faustregel: Für einen Übergang oder wenn du dich nicht kümmern willst, ist der Gratis- oder Mietrouter die richtige Wahl. Willst du langfristig sparen oder hast besondere Ansprüche, etwa Mesh-fähiges WLAN, eine DECT-Basis fürs Telefon oder viele gleichzeitig verbundene Geräte, fährst du mit einem gezielt gekauften Modell besser. Welche Variante sich für dich konkret rechnet, haben wir im Ratgeber Router mieten oder kaufen ausführlich vorgerechnet.
So holst du das beste WLAN zuhause heraus
Ein guter Anbieter allein macht noch kein starkes WLAN. Ob das Signal wirklich in jedem Zimmer ankommt, entscheidet sich zu Hause: an der Platzierung des Routers und an den baulichen Gegebenheiten. Dicke Wände, Stahlbeton, Fußbodenheizungen oder große Möbel bremsen das Funksignal spürbar, und je weiter ein Gerät vom Router entfernt ist, desto langsamer wird die Verbindung.
Mit ein paar einfachen Handgriffen holst du oft deutlich mehr heraus: Stell den Router möglichst zentral und frei auf, nicht im Schrank, hinter dem Fernseher oder im Keller. Etwas erhöht und mit Abstand zu Wänden und Metall funkt er besser. Das schnellere 5-GHz-Band eignet sich für kurze Distanzen und hohe Geschwindigkeit, das 2,4-GHz-Band hat mehr Reichweite durch Wände. Störquellen wie Mikrowelle, Babyfon oder Bluetooth-Geräte solltest du meiden.
Reicht die Reichweite eines einzelnen Routers nicht aus, etwa in großen Wohnungen oder über mehrere Etagen, sorgt ein Mesh-System für lückenlose Abdeckung mit einem einzigen WLAN-Namen. Und je moderner der Router (Stichwort Wi-Fi 6), desto stabiler läuft das Netz, gerade wenn viele Geräte gleichzeitig funken. Diese Ratgeber helfen dir konkret weiter:
WLAN ohne langen Vertrag oder ohne Telefon?
Nicht jeder will sich für 24 Monate binden. Ob Übergangswohnung, Zwischenmiete, WG oder eine noch unsichere Wohnsituation: Manchmal passt ein flexibler oder mobiler Zugang besser als ein klassisches Komplettpaket.
WLAN ohne langen Vertrag bekommst du auf zwei Wegen. Entweder über Internettarife mit kurzer oder monatlich kündbarer Laufzeit, oder über mobile Lösungen: Ein Router mit SIM-Karte funkt per LTE oder 5G und macht daraus WLAN, ganz ohne fest verlegte Leitung. Das ist ideal, wenn du schnell startklar sein willst, häufig umziehst oder an deiner Adresse kein guter Festnetzanschluss verfügbar ist.
WLAN ohne Telefon ist inzwischen der Normalfall. Wer ausschließlich mobil telefoniert, braucht keinen Festnetzanschluss mehr und nimmt einen reinen Internettarif. Die Telefonie läuft technisch ohnehin über die Internetleitung, du sparst dir also nur die Festnetzflatrate, die du nicht nutzt. Ein Preisvergleich lohnt sich trotzdem, denn manchmal ist ein Komplettpaket im Aktionszeitraum sogar günstiger als der reine Internettarif.
Häufige Fragen zu WLAN-Anbietern
Mit „WLAN-Anbieter“ ist in der Regel schlicht der Internetanbieter für zuhause gemeint. Jeder Internetanschluss über DSL, Kabel oder Glasfaser lässt sich per WLAN-Router drahtlos im Haus nutzen. Einen eigenen „WLAN-Tarif“ gibt es also nicht, du wählst einen Internettarif und bekommst dazu einen WLAN-Router.
Bei einigen Anbietern ist der WLAN-Router fest und kostenlos inklusive, etwa bei 1&1, eazy, M-net, NetCologne, NetAachen und TNG. Bei den meisten anderen Anbietern ist der Router optional und kostet Miete, häufig zwischen 3 und 7 Euro im Monat. Die aktuelle Übersicht findest du in der Tabelle weiter oben.
Das hängt von deiner Adresse ab. Rechne immer den Router mit ein: Ein Tarif mit gratis WLAN-Router kann günstiger sein als ein scheinbar billigerer Tarif, bei dem 5 bis 7 Euro Routermiete im Monat dazukommen. Am schnellsten vergleichst du das mit der Vorwahl-Suche und dem Tarifvergleich.
Ja. Dank der gesetzlichen Routerfreiheit darfst du bei jedem Anbieter ein eigenes Gerät anschließen, zum Beispiel eine gekaufte FRITZ!Box. Das spart die monatliche Mietgebühr. Ob sich das lohnt, hängt vom Kaufpreis und der Miethöhe ab.
Ja. Reine Internettarife ohne Telefonflatrate gibt es bei vielen Anbietern, ebenso Angebote ohne lange Mindestlaufzeit. Für WLAN ganz ohne festen Anschluss kommen mobile Lösungen über das Mobilfunknetz in Frage.




