50 Mbit/s sind für viele kleine Haushalte die solide Mitte: genug für paralleles Streaming und Homeoffice, ohne für Reserven zu zahlen, die du nie nutzt. Hier siehst du, was 50 Mbit/s im Alltag leisten, welche Anbieter sie über DSL, Kabel und Glasfaser verkaufen und wann sich die nächste Stufe lohnt.

Was schaffst du mit 50 Mbit/s?
Die folgenden Werte sind rechnerisch bei voller Geschwindigkeit ermittelt. Im Alltag dauert es etwas länger, weil Server, WLAN und andere Geräte im Haushalt mitspielen.
Für die Streams haben wir mit rund 8 Mbit/s für HD und 25 Mbit/s für 4K gerechnet, wie es die großen Streamingdienste empfehlen.
Für wen reichen 50 Mbit/s?
Ein Paar oder eine kleine Familie kommt mit 50 Mbit/s gut aus. Zwei Streams, ein Videocall und mehrere Smartphones laufen gleichzeitig, ohne dass es ruckelt.
Eng wird es bei Haushalten mit drei oder mehr intensiven Nutzern, bei häufigen großen Downloads oder wenn mehrere 4K-Fernseher gleichzeitig laufen. Auch wer viel hochlädt, stößt mit 10 bis 20 Mbit/s Upload bei DSL an Grenzen.
Die günstigsten Tarife mit 50 Mbit/s
Die Übersicht zeigt je Anbieter den günstigsten DSL-Tarif mit 50 Mbit/s, sortiert nach den Kosten über 24 Monate. Achte neben dem Aktionspreis immer auf den Preis danach, denn der bestimmt den größten Teil der Laufzeit.
Alle DSL-Tarife mit Effektivpreis und Filter nach Geschwindigkeit findest du im DSL Vergleich.
50 Mbit/s über DSL, Kabel oder Glasfaser
Über DSL brauchen 50 Mbit/s einen VDSL-Anschluss, der heute in den meisten Orten verfügbar ist. Bei Kabel und Glasfaser gehören 50 Mbit/s zu den Einstiegstarifen und sind dort teils besonders günstig.
Kabel-Tarife mit 50 Mbit/s haben einen Upload von 5 bis 25 Mbit/s, Glasfaser-Tarife 20 bis 25 Mbit/s. Liegt an deiner Adresse Glasfaser, bekommst du dort meist deutlich mehr Tempo für einen ähnlichen Preis.
Lohnt sich mehr Tempo?
Der günstigste DSL-Tarif mit 50 Mbit/s kostet regulär 34,99 Euro im Monat, mit 100 Mbit/s geht es bei 39,99 Euro los. Der Aufpreis für die doppelte Geschwindigkeit und den höheren Upload ist meist klein.
Gerade im Homeoffice lohnt deshalb oft der Sprung auf 100 Mbit/s, weil dort auch der Upload deutlich steigt. Wer nur wenig online ist, findet bei 16 Mbit/s dagegen kaum eine Ersparnis.
Häufige Fragen zu 50 Mbit/s
Für zwei bis drei Personen mit normaler Nutzung reichen 50 Mbit/s gut aus. Mehrere HD-Streams, Videocalls und Smartphones laufen parallel, bei mehreren 4K-Streams oder häufigen großen Downloads wird es eng.
Ja, für Videokonferenzen, Cloud-Anwendungen und VPN reichen 50 Mbit/s im Download. Der Upload bei DSL ist allerdings begrenzt, wer viele große Dateien hochlädt, ist mit 100 Mbit/s oder Glasfaser besser bedient.
Für das Spielen selbst reichen schon wenige Mbit/s, entscheidend ist eine niedrige Latenz. 50 Mbit/s machen sich vor allem bei Downloads bemerkbar: Ein großes Spiel dauert damit rechnerisch einige Stunden.
DSL mit 50 Mbit/s läuft über VDSL. Klassisches ADSL schafft höchstens 16 Mbit/s. Bei Kabel und Glasfaser sind 50 Mbit/s eine der kleinsten Stufen.