Ein Internetanschluss bringt das Netz auf einem von vier Wegen in die Wohnung: über die Telefonleitung (DSL), über das TV-Kabel, über Glasfaser oder per Mobilfunk. Welcher davon infrage kommt, entscheidet zuerst die Adresse und erst danach der Preis. Aktionspreise starten aktuell bei 9,90 Euro pro Monat, Stand 8. August 2026.
Internetanschluss vergleichen
Anschlussart und Wunschgeschwindigkeit auswählen, Vergleich starten: Die Tarife sind nach Effektivpreis sortiert, also nach dem tatsächlichen Durchschnittspreis über die gesamte Laufzeit inklusive Rabatten, Anschlussgebühr und Einmalkosten. Wer lieber nach Technik sucht, findet die Tarife auch gebündelt im DSL-Vergleich, bei den Kabelanbietern und unter Glasfaser.
Welche Arten von Internetanschluss gibt es?
Die vier Anschlussarten unterscheiden sich in Tempo, Verfügbarkeit und Preis. Eine pauschal beste Technik gibt es nicht, wohl aber eine beste Technik für die jeweilige Adresse.
DSL-Anschluss
DSL nutzt die vorhandene Telefonleitung aus Kupfer und ist damit die am weitesten verbreitete Anschlussart in Deutschland. In der aktuellen Ausbaustufe VDSL mit Vectoring sind bis zu 250 Mbit/s möglich, mehr gibt die Kupferleitung physikalisch nicht her. Wie schnell es tatsächlich wird, hängt von der Länge der Leitung bis zum nächsten Verteilerkasten ab, weshalb dieselbe Technik im Ortskern deutlich mehr liefert als am Ortsrand. Angeboten wird DSL bundesweit von Telekom, 1&1, Vodafone und o2, die alle auf demselben Leitungsnetz aufsetzen.
- an fast jeder Adresse verfügbar
- größte Anbieterauswahl, dadurch viel Preisdruck
- günstige Einstiegstarife, in Aktionen unter 20 € im Monat
- auf dem Land oft nur 16 bis 50 Mbit/s
- technisch bei 250 Mbit/s am Limit
- geringe Upload-Raten, meist 10 bis 40 Mbit/s
Kabelanschluss
Der Kabelanschluss nutzt das Netz des Kabelfernsehens und liefert bis zu 1.000 Mbit/s im Download. Er ist damit die schnellste Technik, die ohne neu verlegte Leitung auskommt, allerdings nur dort, wo ein Kabelnetz im Haus liegt. Den Kabelanbieter kann man sich in der Regel nicht aussuchen, weil je Region und teils je Gebäude nur ein Netzbetreiber aktiv ist. Ein Nachteil bleibt der geteilte Kanal: Zu Spitzenzeiten teilen sich mehrere Haushalte im Segment die Bandbreite, was sich abends bemerkbar machen kann.
- hohe Downloadraten bis 1.000 Mbit/s
- in Städten meist das beste Verhältnis aus Tempo und Preis
- keine baulichen Arbeiten nötig, die Leitung liegt bereits
- kaum Anbieterauswahl, oft nur ein Netzbetreiber pro Haus
- Upload deutlich niedriger als der Download
- Bandbreite wird im Segment geteilt
Glasfaseranschluss
Glasfaser führt das Lichtsignal bis ins Gebäude oder direkt in die Wohnung und ist damit die schnellste und langlebigste Anschlussart. Tarife reichen bis 2.000 Mbit/s, und anders als bei DSL und Kabel ist der Upload oft genauso schnell wie der Download, was für Videocalls, Cloud-Backups und Homeoffice den größten Unterschied macht. Der Ausbau ist inzwischen weit über das Anfangsstadium hinaus: An rund vier von zehn Adressen liegt bereits Glasfaser, wie weit der Glasfaserausbau im eigenen Ort ist, zeigen die Ortsseiten mit den aktuellen Quoten. Einzelne regionale Netzbetreiber gehen noch deutlich darüber hinaus: Die schnellsten Internetanschlüsse in Deutschland erreichen inzwischen 25 Gbit/s, und zwar symmetrisch.
- Down- und Upload bis 2.000 Mbit/s
- stabile Leitung, keine Abhängigkeit von der Leitungslänge
- zukunftssicher, weitere Ausbaustufen ohne neues Kabel möglich
- nicht überall verfügbar, der Ausbau läuft regional sehr unterschiedlich
- Hausanschluss und Technikertermin nötig
- hohe Tempostufen kosten spürbar mehr
Internetanschluss über Mobilfunk
Wo keine brauchbare Leitung liegt oder ein Anschluss nur vorübergehend gebraucht wird, springt das Mobilfunknetz ein. Ein Homespot ist ein Router mit SIM-Karte, der das LTE– oder 5G-Netz empfängt und als WLAN in der Wohnung verteilt. Er funktioniert direkt nach dem Auspacken, ohne Technikertermin und ohne Leitung. Dafür schwankt das Tempo je nach Funkzelle und Tageszeit stärker als bei einer festen Leitung, und viele Tarife haben ein monatliches Datenlimit.
- sofort einsatzbereit, kein Technikertermin
- auch dort nutzbar, wo keine schnelle Leitung liegt
- häufig monatlich kündbar
- Tempo schwankt je nach Funkzelle und Auslastung
- oft mit Datenlimit statt echter Flatrate
- höhere Latenz, für Onlinespiele weniger geeignet
Welcher Internetanschluss ist an meiner Adresse möglich?
Die Auswahl entscheidet sich nicht am Anbieter, sondern an der Leitung, die im Haus endet. DSL steht praktisch überall zur Verfügung, ein Kabelnetz liegt vor allem in Städten und größeren Wohnanlagen, und Glasfaser hängt vom Ausbaustand der Gemeinde ab. Verbindlich klärt sich das erst im Bestellvorgang, wenn der Anbieter die genaue Hausnummer prüft.
Eine gute Vorabeinschätzung liefert der Blick auf den eigenen Ort: Für jede Gemeinde sind dort die Glasfaserquote, die aktiven Netzbetreiber und laufende Ausbauprojekte hinterlegt. Wer wissen will, welche Anbieter überhaupt in der Region liefern, findet das auf den Ortsseiten und in der Übersicht der Internetanbieter in Deutschland.
Was kostet ein Internetanschluss?
Der monatliche Grundpreis hängt vor allem an der gebuchten Geschwindigkeit, kaum an der Technik. Die ersten Monate sind fast immer rabattiert, der reguläre Preis greift danach für den Rest der Laufzeit. Diese Spannen sind derzeit üblich:
Zum Grundpreis kommen Posten, die im Vergleich gern übersehen werden. Sie machen über zwei Jahre schnell einen dreistelligen Betrag aus:
- Anschlussgebühr: einmalig meist 40 bis 70 Euro, in Aktionen oft erlassen
- Routermiete: 3 bis 7 Euro im Monat, dank Routerfreiheit lässt sich ein eigener Router nutzen
- Technikertermin: bei einem echten Neuanschluss teils zusätzlich berechnet
- Preisstufe nach der Aktion: der Sprung nach den ersten Monaten fällt oft deutlich aus
Deshalb sortiert der Vergleich nach dem Effektivpreis statt nach dem Aktionspreis der ersten Monate. Wer eine harte Obergrenze hat, findet die passenden Angebote gebündelt unter Internetanbieter unter 30 Euro.
Wie schnell muss der Internetanschluss sein?
Nicht die maximale Bandbreite entscheidet, sondern wie viele Geräte gleichzeitig etwas davon wollen. Ein einzelner 4K-Stream braucht rund 25 Mbit/s, ein Videocall etwa 5 Mbit/s, alles Weitere ist Reserve für parallele Nutzung.
Beim Upload lohnt der zweite Blick: Bei DSL und Kabel liegt er weit unter dem Download, bei Glasfaser oft gleichauf. Wer regelmäßig Videos hochlädt, Cloud-Backups fahren lässt oder im Homeoffice Bildschirminhalte teilt, merkt den Unterschied stärker als beim Download. Welche Bandbreite zu welchem Haushalt passt, steht ausführlich im Überblick Internet für zuhause.
Internetanschluss beantragen: so läuft die Bestellung
Zwischen Bestellung und erstem Login liegen je nach Ausgangslage wenige Tage bis mehrere Wochen. Am schnellsten geht es, wenn bereits eine aktive Leitung in der Wohnung liegt und nur der Anbieter wechselt.
- Tarif auswählenAnschlussart und Geschwindigkeit im Vergleich festlegen und auf den Effektivpreis über die gesamte Laufzeit achten.
- Adresse bestätigen lassenIm Bestellformular des Anbieters Straße und Hausnummer eintragen. Erst diese Prüfung ist verbindlich.
- Auftrag abschickenBankdaten, Wunschtermin und, bei einem Wechsel, die Kundennummer des bisherigen Anbieters angeben.
- Router anschließenDas Gerät kommt einige Tage vor dem Schalttermin per Post und wird an der Anschlussdose angesteckt.
- Schalttermin abwartenAm vereinbarten Tag wird die Leitung freigeschaltet, bei einem Neuanschluss kommt dafür ein Techniker.
Ohne Telefon, ohne Laufzeit, trotz Schufa
Ohne Telefonanschluss: Einen eigenständigen Telefonanschluss gibt es seit der Umstellung auf IP-Technik nicht mehr, Telefonie läuft über dieselbe Leitung wie das Internet. Die enthaltene Festnetz-Flat lässt sich schlicht ignorieren, daneben gibt es reine Datentarife. Die Details stehen im Ratgeber Internetanschluss ohne Telefon.
Ohne lange Laufzeit: Statt der üblichen 24 Monate bieten viele Anbieter monatlich kündbare Tarife an. Sie kosten meist ein paar Euro mehr und verzichten auf Neukundenrabatte, lohnen sich aber bei einem absehbaren Umzug. Eine Übersicht dazu gibt es unter WLAN ohne Vertrag.
Trotz negativer Schufa: Anbieter prüfen vor der Schaltung die Bonität, ein schlechter Score führt regelmäßig zur Ablehnung. Ohne Tricks kommt man über Prepaid-Modelle und Vorkasse trotzdem an eine Leitung, welche Wege es gibt, ist auf internetanschluss.com zusammengestellt. Die Anbieterauswahl fällt dann allerdings deutlich kleiner aus.
Anbieter wechseln oder Anschluss mitnehmen
Beim Wechsel kündigt in der Regel der neue Anbieter den alten Vertrag mit, sobald man ihm den Auftrag dazu erteilt. Gesetzlich darf der Anschluss dabei höchstens einen Tag lang ausfallen: Schafft der neue Anbieter die Schaltung nicht rechtzeitig, muss der bisherige weiterliefern. Dauert der Ausfall länger, stehen Minderung und Entschädigung zu.
Beim Umzug lässt sich der laufende Vertrag an die neue Adresse mitnehmen. Kann der Anbieter dort nicht liefern, greift ein Sonderkündigungsrecht. Am besten meldet man den Umzug etwa sechs Wochen vorher an, damit die Leitung zum Einzug steht. Wie der Wechsel Schritt für Schritt abläuft und welche Fristen gelten, steht im Ratgeber Internetanbieter wechseln.
Für Firmenkunden gelten eigene Bedingungen, etwa feste IP-Adressen und zugesicherte Entstörzeiten. Passende Angebote dafür stehen unter Business-Internet.
Häufige Fragen zum Internetanschluss
Vier: DSL über die Telefonleitung, Kabel über das TV-Netz, Glasfaser über Lichtwellenleiter und Mobilfunk per LTE oder 5G. DSL ist fast überall verfügbar, Kabel liefert in Städten viel Tempo fürs Geld, Glasfaser ist die schnellste und langlebigste Technik, Mobilfunk kommt ohne feste Leitung aus.
Mit Neukunden-Aktion starten Tarife bei rund 10 bis 20 Euro im Monat, der reguläre Grundpreis liegt danach meist zwischen 35 und 50 Euro. Entscheidend ist der Effektivpreis über die gesamte Laufzeit, also Grundpreis, Aktionsrabatt, Anschlussgebühr und Routermiete zusammengerechnet.
Tarif auswählen, im Bestellformular des Anbieters die genaue Adresse eintragen und die Verfügbarkeit bestätigen lassen, dann Wunschtermin und Bankdaten angeben. Der Anbieter meldet sich mit einer Auftragsbestätigung und einem Schalttermin, der Router kommt in der Regel ein paar Tage vorher per Post.
Liegt bereits eine Leitung in der Wohnung und wechselt nur der Anbieter, ist der Anschluss meist in ein bis zwei Wochen aktiv. Ein echter Neuanschluss mit Technikertermin dauert zwei bis vier Wochen, bei einem neu zu legenden Glasfaser-Hausanschluss auch länger.
Für ein bis zwei Personen mit Streaming und Homeoffice reichen 50 bis 100 Mbit/s. In Familien und WGs, in denen mehrere Streams, Videocalls und Downloads parallel laufen, sind 250 Mbit/s die bequemere Wahl. Gigabit lohnt sich vor allem, wenn regelmäßig große Datenmengen hochgeladen werden.
Ja. Einen separaten Telefonanschluss gibt es seit der Umstellung auf IP-Technik ohnehin nicht mehr, die Telefonie läuft über dieselbe Leitung. Die meisten Tarife enthalten eine Festnetz-Flat, die man einfach ungenutzt lassen kann, daneben gibt es reine Internet-Tarife ohne Telefonie.
Bestehende Verträge lassen sich an die neue Adresse mitnehmen, der Anbieter prüft dafür die Verfügbarkeit am neuen Wohnort. Kann er dort nicht liefern, besteht ein Sonderkündigungsrecht. Wichtig ist, den Umzug etwa sechs Wochen vorher zu melden, damit die Leitung zum Einzugstermin steht.