Ob an deiner Adresse 16 oder 1.000 Mbit/s ankommen, entscheidet sich nicht am Wohnort, sondern an der Hausnummer. Zwei Nachbarhäuser können an verschiedenen Verteilern hängen, und schon liegen Welten zwischen den Anschlüssen.

Verbindlich beantworten kann diese Frage nur der Netzbetreiber selbst. Jeder Anbieter betreibt dafür einen eigenen, kostenlosen Check, in den du Straße und Hausnummer eingibst. Hier findest du die Wege zu diesen Checks gebündelt, dazu eine Einordnung, was die Ergebnisse bedeuten und was du tun kannst, wenn nichts Schnelles verfügbar ist.
So findest du heraus, was an deiner Adresse geht
Es gibt keine zentrale Stelle, die alle Netze auf einmal abfragt. Wer wissen will, was wirklich verfügbar ist, geht der Reihe nach vor.
- Adresse bereitlegenStraße, Hausnummer und Postleitzahl. Die Postleitzahl allein reicht nicht, weil sich die Verfügbarkeit von Haus zu Haus unterscheidet.
- Nach Technik sortiert prüfenErst Glasfaser, dann Kabel, dann DSL. In dieser Reihenfolge sinkt die mögliche Geschwindigkeit.
- Mehrere Anbieter durchgehenVerschiedene Anbieter können auf derselben Leitung unterschiedliche Geschwindigkeiten schalten. Ein einzelner Check sagt wenig aus.
- Ergebnisse notierenHalte fest, welcher Anbieter welche Klasse anzeigt. Erst dann lohnt der Preisvergleich.
- Produktinformationsblatt lesenDort stehen die minimale, die normalerweise verfügbare und die maximale Geschwindigkeit. Nur diese Angaben sind verbindlich.
DSL-Verfügbarkeit prüfen
DSL ist die am weitesten verbreitete Technik und nahezu überall zu haben. Die Frage ist selten das Ob, sondern das Wie schnell.
Der Grund liegt in der Physik: DSL läuft über die Kupfer-Telefonleitung, und Kupfer dämpft das Signal mit jedem Meter. Es zählt die Entfernung zwischen deiner Wohnung und dem nächsten Verteilerkasten. Wer nah dran wohnt, bekommt mit Supervectoring bis zu 250 Mbit/s. Ein paar hundert Meter weiter sind es 100, dann 50, dann 16.
Dazu kommt der Ausbaustand des Verteilers selbst, denn nicht jeder Kasten trägt die neueste Technik. Genau deshalb werben Anbieter mit Bis-zu-Werten. Welche Tarife danach in Frage kommen, zeigt der DSL-Vergleich.
Kabel-Verfügbarkeit prüfen
Das TV-Koaxialnetz liefert bis zu 1.000 Mbit/s im Download und liegt in vielen Wohnungen, ohne dass die Bewohner davon wissen. Ein Blick auf die Anschlussdose im Wohnzimmer lohnt sich also.
Die Verfügbarkeit ist hier eine klare Ja-Nein-Frage: Entweder liegt ein Kabelanschluss im Haus oder nicht. Anders als bei DSL gibt es kaum Abstufungen nach Entfernung. Dafür teilen sich alle Haushalte eines Strangs die Bandbreite, was abends spürbar werden kann.
Die beiden großen Netze betreiben Vodafone und PYUR, dazu kommen regionale Anbieter. Einen Überblick über alle Netze gibt die Übersicht der Kabelanbieter.
Glasfaser-Verfügbarkeit prüfen
Glasfaser ist die einzige Technik ohne Kupfer auf der letzten Strecke und damit die einzige, bei der Download und Upload auf Augenhöhe liegen können. Nach unserer Auswertung des Breitbandatlas erreicht Glasfaser bis in die Wohnung Ende 2025 rund 41 Prozent der Adressen in Deutschland.
Bei Glasfaser lohnt eine zweite Frage. Neben der Frage, ob heute etwas anliegt, ist wichtig, ob dein Ort auf einer Ausbauliste steht. Viele Netzbetreiber erschließen ganze Gemeinden auf einen Schlag, oft mit kostenlosem Hausanschluss während der Vermarktungsphase.
Wie weit der Ausbau in deiner Region ist, zeigt das Glasfaser-Ranking mit den Quoten aller Gemeinden. Die buchbaren Tarife stehen im Glasfaser-Vergleich.
Warum die Anbieter unterschiedliche Ergebnisse zeigen
Es irritiert, ist aber normal: Zwei Anbieter, dieselbe Adresse, verschiedene Geschwindigkeiten. Dafür gibt es drei Gründe.
- Eigene Technik am Verteiler. Wer dort eigene Hardware betreibt, schaltet mehr Tempo als ein Anbieter, der die Leitung nur anmietet.
- Verschiedene Netze. Ein Kabelanbieter fragt sein Koaxialnetz ab, ein DSL-Anbieter die Telefonleitung. Beide können am selben Haus zu völlig anderen Ergebnissen kommen.
- Unterschiedlich vorsichtige Prognosen. Manche Anbieter zeigen den optimistischen Maximalwert, andere rechnen die Leitungsdämpfung konservativ ein.
Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Checks zu machen, statt sich auf einen zu verlassen.
Die Verfügbarkeitsprüfung der einzelnen Anbieter
Für die großen Anbieter haben wir aufgeschrieben, wo der Check zu finden ist und worauf du bei den Ergebnissen achten solltest.

Als einer der größten DSL-Anbieter vermarktet 1&1 Anschlüsse über die Netze anderer Betreiber und kommt dadurch auf eine sehr hohe Abdeckung. Hier steht, wo du den Verfügbarkeitscheck findest und welche Anschlussarten er abdeckt.
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Die Telekom betreibt das größte Festnetz in Deutschland und ist in mehr Orten verfügbar als jeder andere Anbieter. Trotzdem unterscheiden sich die buchbaren Geschwindigkeiten von Adresse zu Adresse deutlich. Hier erfährst du, woran das liegt und wie du den Check aufrufst.
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o2 bietet neben Mobilfunk auch Festnetzanschlüsse über DSL, Kabel und Glasfaser an. Welche dieser Techniken an deiner Adresse zur Verfügung steht, geht weit auseinander. Hier steht, wo du den DSL-Check von o2 findest und worauf du beim Ergebnis achten solltest.
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Neben DSL vertreibt o2 auch Kabelanschlüsse. Buchbar sind sie nur dort, wo ein Koaxialnetz im Haus liegt, also vor allem in Städten und größeren Wohnanlagen. Hier erfährst du, wie du die Kabel-Verfügbarkeit von o2 prüfst und was das Ergebnis aussagt.
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PYUR ist nach Vodafone der zweitgrößte Kabelanbieter in Deutschland und vor allem in den östlichen Bundesländern sowie in vielen Großstädten vertreten. Hier steht, wie du herausfindest, ob dein Haus am Netz von PYUR hängt.
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Deutsche Glasfaser gehört zu den größten Anbietern für Glasfaser bis in die Wohnung. Ausgebaut wird ortsweise, weshalb neben der heutigen Verfügbarkeit auch zählt, ob deine Gemeinde auf der Ausbauliste steht. Hier erfährst du, wie du beides prüfst.
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eazy nutzt die Netze von Vodafone und richtet sich mit einem bewusst schlanken Kabelangebot an alle, die einfach nur einen Internetanschluss wollen. Verfügbar ist die Marke dort, wo auch Vodafone Kabel anliegt. Hier steht, wie du das prüfst.
weiterlesenFür das größte Kabelnetz führt der Weg über Vodafone Kabel, wo du neben dem Check auch die Tarife findest.
Kein schneller Anschluss verfügbar? Diese Wege bleiben
Zeigen alle Checks nur langsame Klassen, heißt das nicht, dass du bei 16 Mbit/s festsitzt.
- Mobilfunk als Festnetzersatz. Ein Homespot über LTE oder 5G ist an vielen schwach versorgten Adressen die schnellste Lösung und sofort startklar. Details unter LTE für zuhause.
- Internet per Satellit. Funktioniert buchstäblich überall und ist die letzte Option für Adressen ohne jede brauchbare Leitung, siehe Internet per Satellit.
- Auf den Ausbau warten. Unterversorgte Regionen stehen bei den Netzbetreibern oft weit oben auf der Liste. Ob bei dir etwas geplant ist, zeigt das Glasfaser-Ranking.
Einen herstellerneutralen Überblick über die gemeldete Versorgung aller Netzbetreiber bietet außerdem der Breitbandatlas der Bundesnetzagentur. Und welcher Anschluss danach die beste Wahl ist, klärt die Übersicht Internet für zuhause.
Häufige Fragen zur Verfügbarkeitsprüfung
Es gibt keine Stelle, die alle Netze auf einmal abfragt. Du gehst die Checks der Anbieter einzeln durch und gibst dort Straße und Hausnummer ein. Sinnvoll ist die Reihenfolge Glasfaser, Kabel, DSL, weil in dieser Folge die mögliche Geschwindigkeit sinkt.
Nein. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich von Hausnummer zu Hausnummer, weil die Länge der Leitung bis zum Verteilerkasten zählt. Ein belastbares Ergebnis bekommst du erst mit Straße und Hausnummer.
Die Anbieter nutzen zwar oft dieselbe Telefonleitung, betreiben aber unterschiedliche Technik an den Verteilern. Wer dort eigene Hardware stehen hat, kann mehr Tempo schalten als ein Anbieter, der die Leitung nur anmietet. Kabel- und DSL-Anbieter fragen ohnehin völlig verschiedene Netze ab.
Über den Check des jeweiligen Netzbetreibers, denn Glasfaser wird regional ausgebaut und jeder Betreiber kennt nur sein eigenes Netz. Genauso zählt die zweite Frage, ob dein Ort auf einer Ausbauliste steht. Während der Vermarktungsphase ist der Hausanschluss oft kostenlos.
Ein erster Hinweis ist die Anschlussdose im Wohnzimmer: Eine Multimediadose mit mehreren Anschlüssen spricht für einen nutzbaren Kabelanschluss. Sicherheit gibt nur der Check des Kabelanbieters, bei Mietwohnungen hilft zusätzlich eine Nachfrage bei der Hausverwaltung.
Das ist die maximale Geschwindigkeit der Tarifklasse, nicht das, was garantiert ankommt. Verbindlich ist das Produktinformationsblatt: Dort stehen die minimale, die normalerweise verfügbare und die maximale Geschwindigkeit für deinen Anschluss.