Sieben Anbieter, ein Vergleich: Telekom, Vodafone, 1&1, o2, congstar sowie regional EWE und osnatel bieten DSL-Anschlüsse mit 16 bis 250 Mbit/s an, in den ersten Monaten ab 9,95 € pro Monat. Unser Tarifvergleich sortiert alle DSL-Tarife nach Effektivpreis, also dem tatsächlichen Durchschnittspreis über die Laufzeit inklusive aller Rabatte und Einmalkosten (Stand 28. Juli 2026).

DSL läuft über die Telefonleitung und ist damit die am weitesten verbreitete Anschlussart in Deutschland: Ein DSL-Tarif ist an fast jeder Adresse buchbar, auch dort, wo weder Kabel noch Glasfaser liegen. Die schnellste Technik ist DSL allerdings nicht mehr. Wenn du alle Anschlussarten gegeneinander vergleichen willst, findest du im Tarifvergleich aller Anschlussarten auch Kabel, Glasfaser und 5G.
DSL-Tarife jetzt vergleichen
Der DSL-Filter ist bereits vorgewählt: Geschwindigkeit aussuchen, Vergleich starten und alle aktuellen DSL-Tarife nach Effektivpreis sortiert durchsehen. Im Vergleich selbst kannst du die Ergebnisse mit deiner Vorwahl auf deine Region eingrenzen und weitere Optionen wie Laufzeit oder Telefon-Flat filtern.
Worauf es beim DSL Vergleich wirklich ankommt
Der beworbene Monatspreis ist bei DSL-Tarifen fast immer ein Aktionspreis, der nach 6 bis 12 Monaten deutlich steigt. Wer Tarife nur nach dem Startpreis vergleicht, zahlt am Ende oft drauf. Entscheidend sind diese Punkte:
- Effektivpreis statt Lockpreis: Grundpreis nach der Rabattphase, Anschlusskosten, Versand und Boni auf die Laufzeit umgerechnet. Genau so sortiert unser Vergleich.
- Vertragslaufzeit: 24 Monate sind Standard und meist günstiger, flexible Tarife ohne Mindestlaufzeit kosten ein paar Euro mehr, lohnen sich aber bei absehbarem Umzug oder anstehendem Glasfaserausbau.
- Routerkosten: 5 bis 8 € Miete im Monat summieren sich über zwei Jahre auf über 120 €. Manche Tarife enthalten den Router kostenlos, das gehört in die Rechnung.
- Telefon-Flat: Bei den meisten DSL-Tarifen ist die Festnetz-Flat enthalten, bei einigen kostet sie Aufpreis. Wer noch regelmäßig übers Festnetz telefoniert, sollte das prüfen.
- Nach der Mindestlaufzeit: Seit der TKG-Reform verlängern sich Verträge nicht mehr um ein Jahr, sondern sind nach der Erstlaufzeit monatlich kündbar. Ein Tarifwechsel nach 24 Monaten ist damit fast immer die günstigste Option.
DSL 16: nur noch für unterversorgte Adressen
DSL mit 16 Mbit/s ist das Erbe der alten ADSL-Technik und heute eine Auslaufklasse. Für Mails, Online-Banking und gelegentliches Streaming in HD reicht das Tempo, sobald aber mehrere Geräte gleichzeitig online sind, wird es eng. Dazu kommt der niedrige Upload von maximal 2,4 Mbit/s, der schon einen einzelnen Videocall an die Grenze bringt.
Preislich lohnt sich die Sparsamkeit selten: DSL 16 kostet regulär kaum weniger als DSL 50 oder 100, die Anbieter kalkulieren die kleinen Klassen bewusst unattraktiv.
Buche DSL 16 deshalb nur, wenn der Verfügbarkeitscheck an deiner Adresse tatsächlich nichts Schnelleres hergibt. In dem Fall lohnt auch ein Blick auf Alternativen: An vielen langsamen DSL-Adressen ist inzwischen ein LTE- oder 5G-Homespot die schnellere Lösung, und manche unterversorgte Region steht ohnehin kurz vor dem Glasfaserausbau.
DSL 50: der Einstieg für kleine Haushalte
DSL 50 ist die Einstiegsklasse für Singles und Paare. Zur Einordnung: Ein 4K-Stream braucht rund 25 Mbit/s, ein HD-Stream etwa 5. Mit 50 Mbit/s laufen also ein 4K-Stream und nebenher Surfen oder ein Videocall problemlos parallel. Der Upload liegt je nach Anbieter bei 10 bis 20 Mbit/s, genug für Cloud-Backups, Videotelefonie und Homeoffice mit VPN.
Eng wird es erst, wenn regelmäßig mehrere Personen gleichzeitig streamen oder große Downloads laufen, ein aktuelles Spiel mit 80 GB lädt über DSL 50 mehrere Stunden. Wer das öfter erlebt, greift besser eine Klasse höher, der Aufpreis zu DSL 100 ist meist klein.
DSL 100: der Standard für Familien
DSL 100 ist die meistgebuchte Klasse und der beste Kompromiss aus Preis und Tempo. Technisch steckt dahinter VDSL mit Vectoring: Die Störsignale benachbarter Leitungen werden herausgerechnet, damit auf der Kupferleitung stabil 100 Mbit/s ankommen.
Im Alltag heißt das: zwei bis drei 4K-Streams, Homeoffice und Gaming gleichzeitig, ohne dass sich die Nutzer gegenseitig ausbremsen.
Für Online-Gaming ist übrigens weniger die Bandbreite entscheidend als die Latenz, und da liefert DSL konstant niedrige Ping-Zeiten um 20 bis 30 Millisekunden.
Dazu kommt: Fast alle Anbieter führen die 100er-Klasse, entsprechend groß ist die Auswahl und entsprechend häufig gibt es Neukunden-Aktionen mit reduzierten Preisen im ersten Jahr. Wer unsicher ist, welche Klasse passt, fährt mit DSL 100 selten falsch.
DSL 250: das Maximum über die Telefonleitung
Mehr als 250 Mbit/s sind über die reine Telefonleitung nicht drin. Möglich macht die 250er-Klasse das sogenannte Super-Vectoring, das die Kupferleitung bis an ihre physikalische Grenze ausreizt.
Der Haken: Das volle Tempo kommt nur an, wenn deine Wohnung nah genug am nächsten Verteilerkasten liegt. Je länger die Leitung, desto weniger bleibt übrig, bei mehreren hundert Metern landet ein 250er-Anschluss real auch mal bei 150 Mbit/s.
DSL 250 lohnt sich für große Haushalte, Vielnutzer und alle, die häufig große Downloads laden. Der Verfügbarkeitscheck des Anbieters zeigt vor der Buchung, welche Geschwindigkeit an deiner Adresse realistisch ist, dort lohnt ein genauer Blick.
Wer noch mehr Tempo braucht, findet es nur bei Kabel oder Glasfaser, mit einer Ausnahme: Die Telekom bündelt beim Hybrid-Tarif DSL und Mobilfunk und erreicht so bis zu 500 Mbit/s.
Welches DSL-Tempo kommt bei dir wirklich an?
Alle DSL-Tarife werben mit „bis zu“-Geschwindigkeiten. Was tatsächlich ankommt, entscheidet die Leitungslänge zwischen deiner Wohnung und dem Verteilerkasten: Kupfer dämpft das Signal mit jedem Meter.
Deshalb zeigt dir jeder Anbieter beim Bestellen einen Verfügbarkeitscheck mit der realistischen Bandbreiten-Spanne für deine Adresse, inklusive der garantierten Minimalgeschwindigkeit im Produktinformationsblatt.
Welcher DSL-Anbieter passt zu dir?
Alle überregionalen DSL-Anbieter nutzen die gleiche Infrastruktur, nämlich die Telefonleitung der Telekom oder angemietete Leitungen von Citynetz-Betreibern. Am physischen Anschluss ändert sich beim Anbieterwechsel also nichts, es wechseln nur Vertrag, Preis und Service. Die Unterschiede liegen deshalb weniger in der Technik als im Preis, den Aktionen und den Zusatzleistungen:
Telekom: das größte DSL-Netz und die höchste Verfügbarkeit, als einziger Anbieter mit Hybrid-Option bis 500 Mbit/s, dafür meist etwas teurer
Vodafone: DSL von 16 bis 250 Mbit/s, regelmäßig mit starken Neukunden-Aktionen im ersten Jahr
1&1: DSL von 16 bis 250 Mbit/s, kombinierbar mit Mobilfunk-Rabatten und flexiblen Laufzeiten
o2: DSL von 50 bis 250 Mbit/s, jeden Tarif gibt es auch als monatlich kündbare Flex-Variante
congstar: schlanke Tarifstruktur über das Telekom-Netz, klare Preise ohne Schnickschnack
Darüber hinaus gibt es viele weitere regionale Anbieter mit eigenen Netzen. Im Tarifvergleich kannst du sie über den Filter „Regionale Anbieter“ einblenden, in der Anbieter-Übersicht findest du alle Anbieter von A bis Z.
DSL, Kabel oder Glasfaser: was ist die richtige Wahl?
DSL gewinnt den Vergleich bei der Verfügbarkeit, verliert aber beim Tempo. Die drei Anschlussarten im direkten Überblick:
Liegt an deiner Adresse Kabel oder Glasfaser, sind diese Anschlüsse bei ähnlichem Preis meist die bessere Wahl, vor allem wenn du hohe Uploads brauchst, etwa für Cloud-Speicher, Streaming als Creator oder große Videocalls.
DSL bleibt die richtige Entscheidung, wenn keine Alternative verfügbar ist, dir 100 bis 250 Mbit/s reichen oder du den günstigsten Einstiegspreis suchst. Ein Argument für DSL ist auch die Unabhängigkeit vom Hausnetz: Während Kabel-Bandbreite im Viertel geteilt wird, gehört die Telefonleitung ab dem Verteiler dir allein.
Das ausführliche Duell der beiden Kupfertechniken findest du unter DSL oder Kabel, den Vergleich mit der Zukunftstechnik unter DSL oder Glasfaser. Den neutralen Überblick über alle Anschlussarten samt Tarifen gibt Internet für zuhause.
DSL: Vorteile und Nachteile
- Fast überall verfügbar, auch ohne Kabel- oder Glasfaserausbau
- Große Anbieterauswahl und dadurch günstige Aktionspreise
- Stabile, ausgereifte Technik mit Telefonanschluss inklusive
- Bandbreite wird nicht mit der Nachbarschaft geteilt
- Viele Tarife auch ohne Mindestlaufzeit buchbar
- Maximal 250 Mbit/s, per Hybrid 500 Mbit/s
- Upload deutlich niedriger als bei Glasfaser
- Tempo hängt von der Leitungslänge zum Verteiler ab
In 4 Schritten zum DSL-Anschluss
- Verfügbarkeit prüfenBeim Wunschanbieter checken, welches Tempo an deiner Adresse tatsächlich ankommt.
- Tarif wählenGeschwindigkeit passend zum Haushalt aussuchen, mit oder ohne Mindestlaufzeit.
- Online bestellenNeuanschluss oder Anbieterwechsel beauftragen, den alten Vertrag kündigt der neue Anbieter mit.
- Router anschließenZum Schalttermin Router an die Telefondose anschließen und lossurfen.
Der Anbieterwechsel selbst ist gesetzlich abgesichert: Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten, koordiniert den Umschalttermin und die Versorgung darf dabei höchstens einen Arbeitstag unterbrochen sein. Auch die Rufnummernmitnahme ist geregelt, deine Festnetznummer nimmst du kostenlos mit.
Wichtig ist nur das Timing: Den Wechsel am besten 6 bis 8 Wochen vor Ende der Mindestlaufzeit anstoßen, dann greift der neue Vertrag nahtlos zum Laufzeitende. Alles zu Kosten, Schaltungsdauer und Einrichtung bündelt der Ratgeber DSL-Anschluss.
Welcher Router für DSL?
Für DSL brauchst du einen Router mit integriertem DSL-Modem. Am verbreitetsten sind die FRITZ!Box-Modelle von AVM, etwa die 7530 AX als solide Mittelklasse oder die 7590 AX für große Wohnungen, beide mit Wi-Fi 6, Telefonanlage und DECT-Basis für Schnurlostelefone. Auch die Mietrouter der Anbieter sind in der Regel FRITZ!Boxen oder technisch vergleichbare Geräte.
Dank Routerfreiheit entscheidest du selbst: Entweder du mietest den Router für monatlich 5 bis 8 € dazu, oder du kaufst ein eigenes Gerät. Die Miete summiert sich über 24 Monate auf 120 bis 200 €, ein eigener Router rechnet sich also oft schon innerhalb der ersten Vertragslaufzeit und zieht beim Anbieterwechsel einfach mit um.
Die Zugangsdaten muss dir jeder Anbieter für eigene Geräte herausgeben. Welches Modell zu welchem Anschluss passt, zeigt unsere Router-Übersicht.
Häufige Fragen zum DSL Vergleich
Das wechselt mit den Aktionen der Anbieter, oft im Monatsrhythmus. Entscheidend ist der Effektivpreis, also der Durchschnittspreis über die gesamte Laufzeit inklusive Rabatten, Anschlusskosten und Boni. Genau danach sortiert unser Tarifvergleich, der günstigste DSL-Tarif steht dort immer oben.
DSL-Tarife gibt es mit 16, 50, 100 und 250 Mbit/s im Download. Der Standard für die meisten Haushalte ist DSL 100. Mehr als 250 Mbit/s sind über die Telefonleitung nicht möglich, nur der Hybrid-Tarif der Telekom erreicht durch zusätzlichen Mobilfunk bis zu 500 Mbit/s.
Ja. Für HD-Streaming, Videocalls und Homeoffice reicht DSL 50 gut aus, auch ein einzelner 4K-Stream läuft problemlos. Erst wenn mehrere Personen gleichzeitig in 4K streamen oder große Downloads laufen, lohnt sich der Schritt zu DSL 100 oder 250, der Aufpreis ist meist überschaubar.
Nicht kurzfristig. Langfristig ersetzen die Netzbetreiber die Telefonleitungen durch Glasfaser, für die allermeisten Adressen gibt es aber noch kein Abschaltdatum. Ein neuer DSL-Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit lässt sich bedenkenlos abschließen.
Bei fast allen Anbietern ist die Festnetz-Flat heute ohnehin im Tarif enthalten, ein separater Telefonanschluss ist nicht nötig. Reine Internet-Tarife ohne Telefonie gibt es vereinzelt, sie sind aber selten günstiger als die Kombi-Tarife.
Kabel bietet höhere Download-Geschwindigkeiten bis 1.000 Mbit/s und ist in Städten oft günstig. DSL punktet mit besserer Verfügbarkeit und einer Leitung, die nicht mit der Nachbarschaft geteilt wird. Liegt beides an deiner Adresse, entscheidet meist der Effektivpreis für das Tempo, das du wirklich brauchst.
Den Wechsel stößt du am besten 6 bis 8 Wochen vor Ende der Mindestlaufzeit an. Der neue Anbieter kündigt den alten Vertrag mit und koordiniert den Umschalttermin, die Versorgung darf dabei höchstens einen Arbeitstag unterbrochen sein. Die Festnetznummer nimmst du kostenlos mit.
Miss die Geschwindigkeit mit der offiziellen Breitbandmessung der Bundesnetzagentur über mehrere Tage. Weicht das Ergebnis dauerhaft erheblich von der vertraglich zugesagten Leistung ab, kannst du den Monatspreis mindern oder den Vertrag außerordentlich kündigen.