Internet für zuhause gibt es über vier Wege: die Telefonleitung (DSL), das TV-Kabel, Glasfaser oder Mobilfunk. Welcher Anschluss der richtige ist, entscheiden drei Fragen: Was liegt an deiner Adresse, wie viel Tempo braucht dein Haushalt und wie lange willst du dich binden? Auf dieser Seite findest du die Antworten samt aktueller Tarife, in den ersten Monaten ab 9,90 € pro Monat (Stand 28. Juli 2026).

Wichtig für die Suche: Ein Anschluss für zuhause ist etwas anderes als ein Handytarif. Er versorgt die ganze Wohnung stabil über einen Router mit WLAN, ohne Datenlimit und mit Reserven für Streaming, Homeoffice und alle Geräte des Haushalts gleichzeitig.
Tarife für zuhause vergleichen
Anschlussart und Wunschgeschwindigkeit wählen, Vergleich starten: Alle Tarife sind nach Effektivpreis sortiert, also dem echten Durchschnittspreis über die Laufzeit inklusive Rabatten und Einmalkosten.
Welcher Anschluss fürs Zuhause: DSL, Kabel, Glasfaser oder Mobilfunk?
Die vier Anschlussarten unterscheiden sich in Tempo, Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit:

DSL: läuft über die Telefonleitung und ist an fast jeder Adresse verfügbar. Mit 16 bis 250 Mbit/s für die meisten Haushalte ausreichend, alle Anbieter und Preise zeigen die DSL-Tarife im Überblick.

Kabel: nutzt das TV-Kabelnetz und liefert bis zu 1.000 Mbit/s, in Städten oft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Welche Kabelanbieter in deiner Region aktiv sind, hängt vom Netz im Haus ab. Schwankst du zwischen beiden Kupfertechniken, hilft das Duell DSL oder Kabel im Vergleich.

Glasfaser: die schnellste und zukunftssicherste Technik mit 300 bis 2.000 Mbit/s und starkem Upload, aber nur in Ausbaugebieten verfügbar. Den Stand deiner Region zeigt der Glasfaser-Überblick, und ob sich der Umstieg von DSL auf Glasfaser lohnt, klärt das Duell.

LTE/5G-Homespot: Internet für zuhause über Mobilfunk, ohne Leitung und ohne Schalttermin. Ideal als Übergangslösung oder wo keine gute Leitung liegt, Details unter Internet über LTE und 5G.
Faustregel: Liegt Glasfaser an, nimm Glasfaser. Sonst entscheidet der Preis zwischen Kabel und DSL für dein Wunschtempo. Was an deiner Adresse tatsächlich liegt, klärst du in wenigen Minuten über die Verfügbarkeitsprüfung der Anbieter. Und wird es ein neuer DSL-Anschluss, erfährst du dort auch gleich, was Schaltung und Einrichtung kosten.
Wie viel Internet braucht dein Haushalt?
Mehr Bandbreite ist nicht automatisch besser, sondern oft nur teurer. Zur Einordnung: Ein HD-Stream braucht rund 5 Mbit/s, ein 4K-Stream etwa 25, ein Videocall 5 bis 10. Entscheidend ist, was in deinem Haushalt gleichzeitig läuft:
Der Upload wird dabei oft übersehen: Wer regelmäßig Videokonferenzen hält, große Dateien in die Cloud lädt oder streamt, profitiert von Glasfaser mit symmetrischen Raten deutlich mehr als von noch mehr Download-Tempo.
Was kostet Internet für zuhause?
Die Preise staffeln sich grob in drei Klassen: Einstiegstarife mit 50 bis 100 Mbit/s bekommst du dank Neukunden-Aktionen oft schon für 20 bis 30 € im Monat, die besten Angebote sammelt unser Ratgeber Internet unter 30 Euro. Die Standardklasse mit 100 bis 250 Mbit/s liegt regulär bei 35 bis 45 €, Gigabit-Tarife über Kabel oder Glasfaser bei 45 bis 60 €.
Zum Monatspreis kommen Positionen, die im Werbepreis gern untergehen: der einmalige Bereitstellungspreis (regulär 50 bis 70 €, bei Aktionen oft erlassen), Versandkosten für den Router und vor allem die Routermiete von 5 bis 8 € im Monat, die sich über 24 Monate auf 120 bis 200 € summiert.
Auf der Habenseite stehen Wechselboni und Startguthaben, die manche Anbieter zusätzlich zahlen.
WLAN für zuhause: das macht der Router
Wer „WLAN für zuhause“ sucht, braucht in Wirklichkeit zwei Dinge: einen Internet-Anschluss und einen Router, der das Signal als WLAN in der Wohnung verteilt. Das WLAN selbst kostet nichts extra, seine Qualität hängt vom Router und der Wohnung ab.
Aktuelle Geräte mit Wi-Fi 6 oder Wi-Fi 7 versorgen normale Wohnungen problemlos, dicke Wände und mehrere Etagen sind dagegen ein Fall für ein Mesh-System aus Router und Zusatz-Stationen, das in jedem Raum stabilen Empfang liefert.
Ob Miete oder Kauf: Dank Routerfreiheit entscheidest du selbst, welches Gerät an deinem Anschluss läuft, der Anbieter muss dir die Zugangsdaten aushändigen. Ein eigener Router rechnet sich meist innerhalb der ersten Vertragslaufzeit und zieht beim Anbieterwechsel mit um. Modelle und Empfehlungen findest du in der Router-Übersicht.
Internet für zuhause ohne Telefonanschluss
Ein separater Telefonanschluss ist seit der Umstellung auf IP-Technik nicht mehr nötig, die Telefonie läuft einfach über die Internetleitung mit. Bei den meisten Tarifen ist die Festnetz-Flat ohnehin inklusive, du musst sie nicht nutzen, und sie kostet auch nichts extra. Reine Internet-Tarife ganz ohne Telefonie gibt es vereinzelt, sie sind aber selten günstiger als die Kombi-Tarife. Die Optionen zeigt der Ratgeber DSL ohne Telefon.
Ohne lange Laufzeit oder sofort startklar
Fast jeden Tarif gibt es auch als monatlich kündbare Flex-Variante, gegen einen Aufpreis von meist wenigen Euro im Monat. Die Rechnung ist einfach: Wer absehbar kürzer als etwa ein Jahr bleibt, fährt mit Flex fast immer besser, wer länger bleibt, mit der 24-Monats-Variante.
Flex lohnt sich typischerweise bei absehbarem Umzug, in Übergangswohnungen, im Studium oder wenn der Glasfaserausbau vor der Tür steht und du bald wechseln willst. Eine Übersicht bietet der Ratgeber Internetanbieter ohne Mindestlaufzeit.
Und wer sofort Internet braucht, ohne auf einen Schalttermin zu warten: Ein LTE- oder 5G-Homespot funkt direkt nach dem Auspacken, ganz ohne Techniker. Viele nutzen ihn als Überbrückung bis zur Anschluss-Schaltung, an schlecht versorgten Adressen ist er auch dauerhaft eine ernsthafte Option.
In 4 Schritten zum Internet für zuhause
- Verfügbarkeit prüfenAdressgenau checken, welche Anschlussarten und Geschwindigkeiten bei dir möglich sind.
- Bedarf klärenHaushaltsgröße und Nutzung bestimmen die Klasse, meist reichen 100 bis 250 Mbit/s.
- Tarife vergleichenNach Effektivpreis sortieren, Aktionen und Routerkosten einrechnen.
- Bestellen und einrichtenOnline bestellen, zum Schalttermin Router anschließen, WLAN einrichten, lossurfen.
Diese Fehler kosten Geld
- Nur den Aktionspreis vergleichen: Nach 6 bis 12 Monaten steigt der Grundpreis deutlich, entscheidend ist der Durchschnitt über die Laufzeit.
- Zu viel Bandbreite kaufen: Gigabit klingt gut, aber ein Zwei-Personen-Haushalt merkt zwischen 100 und 1.000 Mbit/s im Alltag selten einen Unterschied, zahlt aber jeden Monat drauf.
- Routermiete vergessen: 5 bis 8 € im Monat stehen selten in der Preiswerbung, gehören aber in jede Vergleichsrechnung.
- Nach der Mindestlaufzeit nichts tun: Verträge sind nach der Erstlaufzeit monatlich kündbar, wer dann nicht wechselt oder verhandelt, zahlt den vollen Bestandskundenpreis.
- Verfügbarkeit nur per Postleitzahl prüfen: Das Tempo hängt an der konkreten Hausnummer, erst der adressgenaue Check liefert belastbare Werte.
- Den alten Vertrag selbst kündigen: Beim Wechsel kündigt der neue Anbieter mit und legt den Umschalttermin passend zum Laufzeitende. Wer vorschnell selbst kündigt, riskiert eine Lücke ohne Internet oder zahlt zwei Verträge parallel.
- Cashback und Boni verfallen lassen: Wechselboni und Startguthaben gibt es oft nur auf aktiven Antrag innerhalb einer Frist. Wer die Bestätigungsmail ignoriert, verschenkt teils dreistellige Beträge, die im Effektivpreis schon eingerechnet waren.
- Den alten Mietrouter behalten: Nach Vertragsende muss das Mietgerät fristgerecht zurückgeschickt werden, sonst stellt der alte Anbieter das Gerät in Rechnung. Rücksendeetikett anfordern und den Beleg aufheben.
- Langsames WLAN mit teurerem Tarif bekämpfen: Ruckelt das Netz nur in bestimmten Räumen, liegt es fast immer am WLAN statt am Anschluss. Ein besserer Router-Standort oder ein Mesh-System löst das günstiger als die nächstgrößere Tarifklasse.
- Zu langsames Internet einfach hinnehmen: Kommt dauerhaft deutlich weniger an als vertraglich zugesagt, kannst du den Monatspreis mindern oder außerordentlich kündigen. Der Nachweis gelingt mit der offiziellen Breitbandmessung der Bundesnetzagentur über mehrere Tage.
Häufige Fragen zum Internet für zuhause
Wenn Glasfaser an deiner Adresse liegt, ist sie die beste Wahl: am schnellsten, am stabilsten und zukunftssicher. Sonst gilt: Kabel bietet in Städten viel Tempo fürs Geld, DSL ist fast überall verfügbar und hat die größte Anbieterauswahl. Das beste Internet ist also das schnellste, das an deiner Adresse verfügbar und bezahlbar ist.
Mit Neukunden-Aktionen starten Einstiegstarife bei rund 20 € im Monat, regulär kosten solide Tarife mit 100 Mbit/s meist 35 bis 45 €. Entscheidend ist der Effektivpreis über die gesamte Laufzeit inklusive Anschlusskosten und Routermiete, nicht der Aktionspreis der ersten Monate.
Für ein bis zwei Personen mit Streaming und Homeoffice reichen 50 bis 100 Mbit/s. Familien und WGs fahren mit 100 bis 250 Mbit/s am besten, damit mehrere 4K-Streams, Videocalls und Downloads parallel laufen. Gigabit lohnt sich für sehr große Haushalte und Vielnutzer mit großen Datenmengen.
Ja. Die Telefonie läuft heute ohnehin über die Internetleitung, ein klassischer Telefonanschluss wird nicht mehr geschaltet. Die meisten Tarife enthalten eine Festnetz-Flat, die du einfach ungenutzt lassen kannst; vereinzelt gibt es auch reine Internet-Tarife ohne Telefonie.
Der Internet-Anschluss ist die Leitung, die ins Haus kommt (DSL, Kabel, Glasfaser oder Mobilfunk). WLAN ist nur die Funkverbindung, mit der dein Router dieses Internet in der Wohnung an Handy, Laptop und Fernseher verteilt. WLAN für zuhause bekommst du also automatisch mit jedem Anschluss samt Router.
Monatlich kündbare Flex-Tarife gibt es bei fast allen Anbietern, ganz ohne Vertragsbindung kommst du mit Prepaid-Angeboten oder einem Homespot mit Prepaid-SIM aus. Die Bonitätsprüfung der Anbieter ist selten ein Hindernis, im Zweifel sind Vorkasse-Modelle die Alternative.
Ein Anbieterwechsel auf bestehender Leitung passiert zum vereinbarten Termin, ein Neuanschluss dauert meist ein bis drei Wochen. Wer sofort online sein muss, überbrückt die Wartezeit mit einem LTE- oder 5G-Homespot, der direkt nach dem Auspacken funktioniert.