Einen Internetvertrag bei Vodafone kannst du online, schriftlich oder im Vodafone-Shop kündigen. Entscheidend sind die richtige Frist und der richtige Zeitpunkt, vor allem wenn du zu einem anderen Anbieter wechseln willst. Hier erfährst du, welche Fristen gelten, wann du außerordentlich kündigen darfst und wie der Wechsel ohne Lücke klappt.
Welche Kündigungsfrist gilt bei Vodafone?
Für Internetverträge gilt das Telekommunikationsgesetz, und das gibt klare Regeln vor. Während der Mindestlaufzeit kannst du zum Ende der Laufzeit mit einem Monat Frist kündigen. Die Mindestlaufzeit beträgt höchstens 24 Monate. Das gilt für DSL, Kabel und Glasfaser gleichermaßen.
Nach Ablauf der Mindestlaufzeit verlängert sich der Vertrag nicht mehr um ein ganzes Jahr, sondern läuft unbefristet weiter. Ab dann kannst du jederzeit mit einem Monat Frist kündigen. Das gilt für alle Verträge, auch für ältere, die vor der Gesetzesänderung im Dezember 2021 geschlossen wurden. Längere Kündigungsfristen von drei Monaten, die in alten Verträgen stehen, gelten dann nicht mehr.
So kündigst du bei Vodafone
Am schnellsten geht es online. Seit Juli 2022 müssen Anbieter, bei denen du online einen Vertrag abschließen kannst, auf ihrer Website auch einen Kündigungsbutton anbieten. Er ist meist mit „Verträge hier kündigen“ beschriftet und führt dich durch ein kurzes Formular.
- Vertragsdaten bereithaltenName, Anschrift, Kundennummer und die Rufnummer des Anschlusses findest du auf deiner Rechnung oder im Kundenbereich.
- Kündigung abschickenOnline über den Kündigungsbutton oder schriftlich per Brief. Gib an, ob du zum nächstmöglichen Termin kündigst.
- Bestätigung prüfenVodafone schickt dir eine Kündigungsbestätigung mit dem Vertragsende. Bewahre sie auf, bis der Vertrag abgerechnet ist.
- Geräte zurückgebenEinen gemieteten Vodafone Station schickst du nach Vertragsende zurück. Sonst kann Vodafone ihn dir in Rechnung stellen.
Kündigst du schriftlich, zählt der Eingang bei Vodafone, nicht das Absendedatum. Plane deshalb ein paar Tage Puffer ein oder nutze gleich den Kündigungsbutton, der dir den Eingang sofort bestätigt. Willst du lieber einen Brief schicken, hilft dir die Vorlage:
Dein Schreiben
Schneller geht es online: muss auf der eigenen Website einen Kündigungsbutton anbieten. Dort kündigst du in wenigen Minuten und bekommst die Eingangsbestätigung sofort.
Zur Online-KündigungPer Brief unterschreibst du das Schreiben, per E-Mail reicht der Text. Es zählt der Eingang beim Anbieter, plane bei knapper Frist ein paar Tage Puffer ein oder schick ein Einschreiben. Keine Rechtsberatung: Im Zweifel helfen dir die Verbraucherzentrale oder die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur.
Wechsel zu einem anderen Anbieter: nicht selbst kündigen
Wenn du zu einem anderen Anbieter wechselst, solltest du in der Regel gar nicht selbst kündigen. Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung bei Vodafone und stimmt den Umschalttermin ab, damit dein Anschluss höchstens einen Arbeitstag ausfällt. Deine Rufnummer nimmst du dabei mit.
Kündigst du selbst und der neue Anschluss ist noch nicht geschaltet, stehst du womöglich wochenlang ohne Internet da. Alle Schritte für einen reibungslosen Wechsel erklärt unser Ratgeber zum Internetanbieter-Wechsel.
Sonderkündigung: wann du früher rauskommst
In einigen Fällen darfst du auch während der Mindestlaufzeit kündigen. Die wichtigsten Gründe sind ein Umzug, eine Preiserhöhung und eine dauerhaft zu langsame Leitung. Weitere Fälle wie eine längere Störung oder einen Todesfall erklären wir im Ratgeber Internet kündigen.
Umzug
Ziehst du um, nimmst du den Vertrag grundsätzlich mit. Kann Vodafone an der neuen Adresse die vereinbarte Leistung nicht liefern, darfst du mit einem Monat Frist kündigen. Auch eine deutlich niedrigere Geschwindigkeit als vereinbart kann ein Grund sein.
Preiserhöhung oder Vertragsänderung
Ändert Vodafone einseitig den Preis oder andere Vertragsbedingungen zu deinem Nachteil, muss der Anbieter dich vorher informieren. Du kannst dann innerhalb von drei Monaten nach der Mitteilung ohne Kosten kündigen. Die genauen Fristen stehen im Schreiben.
Internet dauerhaft zu langsam
Weicht die Geschwindigkeit erheblich und regelmäßig von der vertraglich zugesicherten ab, darfst du den Preis mindern oder außerordentlich kündigen. Die Abweichung musst du nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur über mehrere Messungen nachweisen. Einen ersten Eindruck gibt dir unser Speedtest.
Widerruf innerhalb von 14 Tagen
Hast du den Vertrag online, am Telefon oder an der Haustür abgeschlossen, kannst du ihn innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die Frist beginnt mit dem Vertragsschluss und der Belehrung über das Widerrufsrecht. Für Verträge, die du in einem Laden abschließt, gibt es dagegen kein gesetzliches Widerrufsrecht.
Vodafone: GigaKombi, Kabel-TV und Handyvertrag
Nutzt du Internet und Mobilfunk von Vodafone zusammen, bekommst du über GigaKombi einen Vorteil. Kündigst du den Internetanschluss, fällt dieser Vorteil weg, und dein Handyvertrag kann teurer werden. Rechne das vor dem Wechsel mit ein.
Kabelfernsehen ist bei Vodafone ein eigener Vertrag. Kündigst du nur das Internet, läuft das Fernsehen weiter, und umgekehrt. Für Handyverträge gelten dieselben Fristen wie für den Internetanschluss: höchstens 24 Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar.
Bleiben, wechseln oder neu verhandeln?
Nach der Mindestlaufzeit zahlst du bei Vodafone meist den vollen Preis, während neue Kunden einen Aktionspreis bekommen. Ein Wechsel oder ein neuer Tarif bringt dir dann oft wieder einen günstigeren Preis oder eine Gutschrift. Prüfe außerdem, ob an deiner Adresse inzwischen Vodafone Glasfaser verfügbar ist.
Wie Vodafone im Vergleich mit anderen Anbietern abschneidet, zeigen Telekom oder Vodafone, 1&1 oder Vodafone, Vodafone oder o2 und Vodafone oder PYUR. Die aktuellen Aktionen aller Anbieter findest du bei den Internet-Angeboten.
Häufige Fragen zur Kündigung bei Vodafone
Zum Ende der Mindestlaufzeit kannst du mit einem Monat Frist kündigen. Danach läuft der Vertrag unbefristet weiter und ist jederzeit mit einem Monat Frist kündbar.
Ja. Vodafone muss auf der Website einen Kündigungsbutton anbieten, über den du deinen Vertrag mit wenigen Angaben kündigen kannst. Alternativ geht es schriftlich per Brief.
Nein, das solltest du sogar vermeiden. Beim Anbieterwechsel kündigt der neue Anbieter für dich und stimmt den Umschalttermin ab, damit du nicht ohne Internet dastehst. Deine Rufnummer kannst du dabei mitnehmen.
Nur wenn Vodafone an deiner neuen Adresse die vereinbarte Leistung nicht liefern kann. Dann darfst du mit einem Monat Frist kündigen. Ist der Tarif dort verfügbar, ziehst du mit deinem Vertrag um.
Einen gemieteten Router musst du nach Vertragsende an Vodafone zurückschicken. Gekaufte Geräte gehören dir und können oft auch beim neuen Anbieter weiter genutzt werden.