Ratgeber

WLAN: Was ist WPS und wie funktioniert es?

Wir beantworten dir die Frage "WLAN: Was ist WPS und wie funktioniert es?" und zeigen dir, wie du WPS zum Aufbau deines Netzwerks nutzt.

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Viele Router verfügen über eine WPS-Taste. Wir beantworten dir die Frage „WLAN: Was ist WPS und wie funktioniert es?“ und zeigen dir, wie du den Standard zum Aufbau deines drahtlosen Netzwerks nutzt.

WPS und DECT Button an einer FRITZ!Box

Die Wi-Fi Alliance, der mehr als 300 Unternehmen angehören, hat den Wi-Fi Protected Setup, kurz WPS entwickelt. Damit wurde ein einheitlicher Standard geschaffen, der den Aufbau eines drahtlosen verschlüsselten Netzwerks erleichtern soll. Die Eingabe des WLAN-Passworts wird damit überflüssig und die WLAN-Verbindung lässt sich deutlich einfacher und zeitsparender einrichten. Seit Einführung des WLAN-Standards 802.11n unterstützen WLAN-Accesspoints und Clients WPS. Mit dem WPS-Standard fügst du neue Geräte einfach zu deinem bestehenden Netzwerk hinzu. Hilfreich ist das besonders bei Geräten ohne Display. Unterstützt das Gerät kein WPS, kannst du die Verbindungen nur manuell einrichten.

Bevor du die WPS-Funktion bei deinem Router nutzt, solltest du darauf achten, dass die Firmware des Gerätes stets auf dem aktuellsten Stand ist. Willst du keine neuen Geräte in deinem Netzwerk anmelden, solltest du die WPS-Funktion deines Routers aus Sicherheitsgründen stets deaktivieren.

Die verschiedenen Verbindungsmöglichkeiten

WPS-PBC – Verbindung über einen Push-Button

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, WPS zu aktivieren. Oftmals wird die Push-Button-Methode genutzt: sobald die WLAN-Taste am Router für einige Sekunden gedrückt wird, ist WPS eingeschaltet. Diese Methode wird als Push Button Configuration, kurz PBC bezeichnet.

Wird der Knopf gedrückt, hat man zwei Minuten Zeit, das Gerät mit dem Netzwerk zu verbinden. Wähl dazu das entsprechende WLAN-Netz auf dem Client, den du verbinden möchtest, und ignorier den Befehl, das Passwort einzugeben. Die Verbindung der Geräte sollte nun problemlos hergestellt worden sein. Unter Umständen sind mehrere Versuche nötig, bevor die Verbindung steht.

WPS Button bei der Connect Box von Unitymedia
WPS Button bei der Connect Box von Unitymedia

Der Abstand zwischen Router und Client sollte nicht zu groß sein. Nach Ablauf der zwei Minuten ist eine Verbindung nicht mehr möglich. Viele Router zeigen die Option, eine WPS-Verbindung herzustellen durch ein blinkendes LED-Lämpchen an. Willst du ein weiteres Gerät in das Netzwerk einbinden, wiederhol den Vorgang.

Unter Umständen musst du den WPS-Modus auf deinem Router erst aktivieren und das Gerät für WPS vorbereiten. Geh dazu auf die Web-Oberfläche des Gerätes und aktivieren WPS bei dem entsprechenden Menüpunkt.

WPS-PBC bei der Fritzbox

Mit der Fritzbox-Routern nutzt du die WPS-Funktion wie beschrieben. Wichtig ist, dass WPS hier standardmässig nicht aktiviert ist und du WPS zunächst auf der Benutzeroberfläche der Fritzbox freigeben musst. Alternativ hältst du die WLAN-Taste auf der Box für einige Sekunden gedrückt. Neue Geräte können nun in das Netzwerk integriert werden. Nach Ablauf von zwei Minuten deaktiviert die Box WPS zur Sicherheit wieder. Die Werkseinstellungen von AVM sehen das WPS-PBC-Verfahren vor, möglich ist jedoch auch eine Verbindung über eine Geräte-PIN.

WPS einschalten bei der FRITZ!Box

WPS-PIN – Verbindung über eine Codeeingabe

Gibt es keine Option, die Geräte mittels Knopfdruck zu verbinden, sieht der Router zur Verbindungsherstellung eine achtstellige Ziffernfolge vor, die üblicherweise auf der Unterseite des Routers zu erkennen ist. Nach Eingabe dieses Codes auf dem Client ist die Verbindung hergestellt.

Von dieser Variante raten Experten jedoch ab, da sich die WPS-PIN in einigen Fällen errechnen lässt und der Router so unter Umständen gehackt werden könnte. Oftmals ist die PIN nicht zufällig, sondern leitet sich aus der MAC-Adresse des Routers ab, in diesen Fällen kann die Verschlüsselung durch einen Angreifer leicht geknackt werden.

WPS-PIN bei der Fritzbox

Auch AVM bietet die Möglichkeit der Codeeingabe bei der Fritzbox. Um WPS-PIN zu aktivieren, musst du diese Einstellung auf der Benutzeroberfläche des Routers aktivieren. AVM weist darauf hin, dass es bei der Fritzbox keine vorinstallierte PIN gibt, diese ist stets vom Nutzer selbst festzulegen. Die Gefahr, dass Unbefugte sich Zugang zum Router verschaffen könnten, gibt es hier also nicht.

WPS-NFC – Verbindung über den Near-Field-Chip

Handelt es sich bei dem Gerät, das du mit dem WLAN verbinden möchtest, um eines mit NFC-Technik, ist die Anbindung sehr einfach. Das Smartphone oder Tablet mit integriertem NFC-Chip hältst du einfach vor den Router, die Verbindung baut sich dann direkt auf. Auch hier muss auf der Benutzeroberfläche zunächst das entsprechende Kästchen aktiviert werden, das die WPS-Verbindung zulässt. Wichtig ist, dass sowohl das WLAN-Gerät als auch der Router diese Funktion unterstützen. Möglich ist diese Art der Verbindung beispielsweise mit dem Speedsport Smart der Deutschen Telekom. Hier musst du das zu verbindende Gerät lediglich vor das NFC-Logo des Speedports halten.

WLAN-fähige Geräte ohne Display verbinden

Inzwischen verfügen zahlreiche Geräte wie TVs oder Spielekonsolen über eine WLAN-Option. Diese Geräte bringst du mittels WPS-PBC besonders einfach ins heimische Netzwerk. Geh nach der Bedienungsanleitung des Gerätes vor, das du verbinden möchtest, und aktivier dort die WPS-Verbindung. Nun drückst du den entsprechenden Button auf deinem Router und die Verbindung sollte erfolgreich hergestellt worden sein. Sollte die WPS-PBC-Methode nicht funktionieren, ist in der Regel eine PIN-Eingabe auf dem Client erforderlich.

Verbindung über USB Flash Drive

Bei dieser Methode werden die erforderlichen Informationen zwischen Router und Client über einen USB-Stick übertragen. Bietet der Router die Möglichkeit, die erforderlichen Daten auf einen Stick zu übertragen, kann dieser danach einfach im PC oder Laptop zum Verbindungsaufbau verwendet werden.