Wer bei Vodafone einen Kabel- oder Glasfaseranschluss bucht, bekommt den Router nicht geschenkt, sondern mietet ihn. Neben der weit verbreiteten Vodafone Station steht dafür seit 2025 der Ultra Hub 7 bereit: das erste Vodafone-Eigengerät mit Wi-Fi 7.
Der Ultra Hub 7 ist das schnellste Gerät aus Vodafones eigenem Regal und gleichzeitig das am kürzesten geleinte. Wir haben ihn ausgepackt, angeschlossen, die Herstellerangaben gegen Handbuch und Datenblatt geprüft und ausgewertet, was Kunden in den Foren berichten. Beides gehört zusammen, denn zwischen Datenblatt und Wohnzimmer liegt bei diesem Router mehr Abstand als üblich.
Welcher Anschluss überhaupt zu welchem Preis bei dir verfügbar ist, zeigt der Tarifvergleich der Internetanbieter. Hier geht es um die Hardware.

Zwei Geräte, ein Name: Ultra Hub 7 Kabel und Ultra Hub 7 Glasfaser
Vodafone verkauft unter dem Namen Ultra Hub 7 zwei unterschiedliche Router. Von außen sind sie kaum zu unterscheiden, der Unterschied steckt komplett in der Rückseite. Wer bestellt, sollte deshalb genau hinsehen, welche Variante im Warenkorb liegt.
- Ultra Hub 7 Kabel: für Vodafone Kabel mit DOCSIS-3.1-Modem und Koaxial-Eingang. Ein 2,5-Gbit-LAN-Port, drei Gigabit-Ports. Erschienen im Spätsommer 2025, ausschließlich als Mietgerät.
- Ultra Hub 7 Glasfaser: für Vodafones eigene Glasfaser-Anschlüsse mit integriertem Glasfaser-Modem, dazu zwei 2,5-Gbit- und zwei Gigabit-Ports. Erschienen im Frühjahr 2026, alternativ auch zum Kauf.
Die Glasfaser-Variante ersetzt das bisherige Duo aus separatem Glasfaser-Modem und Router. Das ist der eigentliche Fortschritt: ein Gerät weniger, eine Steckdose weniger, ein Fehlerquelle weniger. Funktionsumfang, Bedienoberfläche und App sind bei beiden Modellen identisch, alles Weitere in diesem Artikel gilt daher für beide.
Im Karton liegen neben dem Router das Netzteil, ein LAN-Kabel, eine Kurzanleitung und die Karte mit den WLAN-Zugangsdaten. Ein Koaxialkabel für die Kabeldose legt Vodafone in der Regel nicht bei.

Welche Technik steckt im Ultra Hub 7?
Gebaut wird der Ultra Hub 7 nicht von Vodafone selbst, sondern von Sercomm. Die Kabel-Variante trägt die Modellnummer DG4278VF, nachzulesen auf dem Aufkleber an der Unterseite, der als Hersteller eine Vodafone-Gesellschaft ausweist. Das ist insofern relevant, als die Firmware damit nicht aus dem Hause AVM stammt und sich auch nicht so verhält.
Die Ausstattung ist für ein Providergerät ordentlich: 4 GB Flash-Speicher, 2 GB Arbeitsspeicher, WPA3 als Verschlüsselung, USB 3.0 und ein Modem nach DOCSIS 3.1, das abwärtskompatibel bis DOCSIS 1.1 arbeitet. Damit ist der Router auch für den Highsplit-Ausbau des Kabelnetzes vorbereitet, in dem Vodafone bis zu 2 Gbit/s im Download und 500 Mbit/s im Upload demonstriert hat.
Im WLAN funkt der Ultra Hub 7 mit jeweils vier Antennen auf 2,4 und 5 GHz. Die Bruttowerte lauten 5.760 Mbit/s im 5-GHz-Band und 1.440 Mbit/s bei 2,4 GHz. Vodafone selbst nennt für Wi-Fi 7 im Handbuch übrigens einen deutlich nüchterneren Praxiswert: 720 bis 1.440 Mbit/s, weil real etwa die Hälfte der beworbenen Bruttorate ankommt. Diese Ehrlichkeit im eigenen Beipackzettel ist selten.
Wi-Fi 7 ohne 6-GHz-Band: der wichtigste Haken
Wi-Fi 7 wird meist mit drei Bändern verkauft: 2,4, 5 und 6 GHz. Der Ultra Hub 7 beherrscht nur zwei davon, das 6-GHz-Band fehlt. Genau dort läge aber der größte Sprung, weil dieser Bereich noch weitgehend leer ist und die breitesten Kanäle erlaubt.
In der Praxis relativiert sich der Verlust, denn 6-GHz-fähige Endgeräte sind noch die Ausnahme und die zulässige Sendeleistung ist in der EU begrenzt. Was vom Wi-Fi 7 bleibt, sind Multi-Link Operation, effizientere Modulation und niedrigere Latenzen auf den bekannten Bändern. Der Ultra Hub 7 ist also ein schnellerer Zweiband-Router, kein vollwertiger Wi-Fi-7-Router.
Ein zweites Thema ist Smart Home. Der verbaute Chipsatz bringt Funk für Zigbee, Thread und Bluetooth LE mit, im Datenblatt taucht der Router entsprechend als künftiger Matter-Hub auf. Nutzbar ist davon bislang nichts. Wichtig für Telefonierer: eine DECT-Basis für Schnurlostelefone hat der Ultra Hub 7 nicht. Das im Datenblatt genannte DECT bezieht sich auf DECT ULE für Smart-Home-Zubehör, nicht auf Telefonie. Wer sein Schnurlostelefon per Funk anmelden will, braucht eine FRITZ!Box.

Anschlüsse, Tasten und LEDs
Der Ultra Hub 7 steht senkrecht, misst rund 248 x 70 x 210 Millimeter und wiegt genug, um mit einem eingesteckten Koaxialkabel nicht zu kippen. Das weiße Kunststoffgehäuse mit den umlaufenden Rillen wirkt hochwertiger als bei den Vorgängern, die gummierten Standfüße halten das Gerät sicher.
Auf der Rückseite sitzen alle Anschlüsse:
- 1 x LAN mit 2,5 Gbit/s (beschriftet mit 2.5G)
- 3 x LAN mit 1 Gbit/s
- 2 x Telefon über TAE und FXS
- 1 x USB 3.0 Typ A
- 1 x Koaxial-Eingang (CABLE) bei der Kabel-Variante, bei der Glasfaser-Variante stattdessen der Glasfaser-Port
- Netzteilanschluss und Netzschalter
- Tasten für WLAN und WPS

Die Statusanzeige ist zweigeteilt. Vorn leuchtet eine einzelne mehrfarbige LED, hinten sitzt eine Reihe mit den Beschriftungen INTERNET, PHONE, MOBILE, WiFi und WPS. Im Regal oder in der Wandhalterung sieht man von hinten also nichts, die Diagnose läuft über die Front-LED. Die MOBILE-Anzeige gehört zu dem von Vodafone angekündigten Mobilfunk-Backup.
Dass man die LEDs komplett abschalten kann, ist im Schlafzimmer Gold wert. Ein Detail, das die Vodafone Station so nicht bietet.
Der Ultra Hub 7 im Datenblatt
Ein Wert daraus verdient einen zweiten Blick: 15 Watt im Standby sind für einen Router viel. Bei Dauerbetrieb und 30 Cent je Kilowattstunde landet man je nach Auslastung bei rund 40 bis 55 Euro Stromkosten im Jahr. Das ist mehr als die halbe Jahresmiete des Geräts und ein Posten, den Vodafone in der Werbung nicht erwähnt.
Ultra Hub 7 einrichten: Schritt für Schritt
Die Einrichtung ist der angenehmste Teil. Ein Techniker muss in der Regel nicht kommen, wenn die Kabeldose schon aktiv ist, und das Mietgerät ist auf deinen Anschluss vorregistriert.
- Richtig aufstellenDer Ultra Hub 7 gehört senkrecht, frei und möglichst zentral in die Wohnung. Nicht in ein Regalfach, nicht hinter den Fernseher, mit Abstand zu Mikrowelle, Babyphone und Schnurlostelefon.
- AnschließenKoaxialkabel in den Anschluss CABLE und in die Kabeldose stecken, danach das Netzteil. Beim Start blinkt die Front-LED blau.
- Aktivierung abwartenDer Router meldet sich selbst im Netz an und zieht dabei oft direkt ein Firmware-Update. Blinkt die LED abwechselnd blau und weiß, läuft das Update: jetzt nicht vom Strom trennen. Bis Internet, Telefon und WLAN auf der Rückseite grün leuchten, können 30 Minuten vergehen.
- WLAN verbindenWLAN-Name und Passwort stehen auf der Unterseite und auf der beigelegten Karte. Alternativ die WPS-Taste drücken und das Gerät koppeln.
- Passwörter ändernIm Browser http://192.168.0.1 aufrufen, mit dem Web-UI-Passwort von der Unterseite anmelden und anschließend WLAN-Name, WLAN-Passwort und das Router-Passwort ändern.
Praktisch ist das neue Sekundär-WLAN mit Kompatibilitätsmodus. Es ist ein zweites, bewusst simples Funknetz für Geräte, die mit modernen Standards überfordert sind, etwa ältere Smart-Home-Steckdosen oder Saugroboter. Wer das kennt, weiß, wieviel Nerven so eine Option spart. Einrichten lässt sie sich allerdings nur über die App.
Ultra Hub 7: häufige Probleme und ihre Ursachen
Steht der Router im Regal oder an der Wand, siehst du die Rückseite nicht. Die Front-LED ist dann die einzige Diagnose, die du ohne Umbau hast. Die meisten Fragen zum Ultra Hub 7 drehen sich um eine Handvoll Muster, und die harmlosen sind in der Überzahl.
LED leuchtet weiß, aber kein Internet
Weiß heißt nur: der Ultra Hub 7 hat eine Verbindung ins Vodafone-Netz. Über den Weg von dort zu deinem Laptop sagt die Farbe nichts. In dieser Reihenfolge kommst du am schnellsten zur Ursache.
- Ein zweites Gerät testen. Funktioniert es dort, liegt es am ersten Gerät und nicht am Anschluss.
- Per LAN-Kabel prüfen. Klappt es mit Kabel, ist es ein reines WLAN-Problem.
- Hängt das Gerät im Sekundär-WLAN? Der Kompatibilitätsmodus ist ein eigenes Funknetz, ältere Geräte landen dort und bleiben dort.
- Den Router neu starten, entweder über den Kippschalter oder mit einem kurzen Druck auf die RESET-Taste.
- Bleibt es dabei, prüfe eine mögliche Störung im Vodafone-Netz.
Neustart oder Werksreset?
Die RESET-Taste kennt zwei Stufen, und der Unterschied entscheidet, wieviel Arbeit danach ansteht. Unter fünf Sekunden gedrückt startet der Ultra Hub 7 nur neu, ab zehn Sekunden setzt er sich auf Werkseinstellungen zurück. In beiden Fällen blinkt die Front-LED anschließend blau und das Gerät fährt hoch.
Telefon am Ultra Hub 7 anschließen
Kabelgebundene Telefone, Faxgeräte und Anrufbeantworter kommen an die Buchsen TEL 1 und TEL 2. Nach dem Einstecken kann es bis zu zehn Minuten dauern, bis der Router das Gerät erkennt, ein Fehler ist das also noch nicht. Die Phone-LED auf der Rückseite zeigt den Stand: leuchtet sie grün, ist der Telefondienst aktiv, schnelles grünes Blinken heißt Gespräch, schnelles rotes Blinken meldet eine Störung.
Schnurlose Telefone lassen sich dagegen nicht direkt anmelden. Dem Ultra Hub 7 fehlt die DECT-Basis, du brauchst also weiterhin eine eigene Basisstation am TAE-Anschluss. Genau hier liegt der größte Unterschied zur FRITZ!Box, die diese Basis mitbringt.
Die UltraConnect-App: der eigentliche Streitpunkt
Der Ultra Hub 7 hat eine Weboberfläche unter 192.168.0.1, und sie sieht auf den ersten Blick vollständig aus. Sie ist es nicht. Ein Teil der Funktionen liegt ausschließlich in der UltraConnect-App, und in der Weboberfläche sind die entsprechenden Felder ausgegraut.
Betroffen sind unter anderem Nutzungszeiten und Gerätesperren, das Einrichten des Sekundär-WLANs sowie die Anmeldung eines SuperWLAN 7-Verstärkers. Nutzer berichten außerdem von ausgegrauten Zeit-, Kanal- und Netzwerkeinstellungen. Wer kein Smartphone einsetzen will oder kann, verwaltet den Router also nur zur Hälfte.
Dazu kommt eine Abhängigkeit, die in den Kundenberichten am häufigsten auftaucht: die App arbeitet über das Vodafone-Konto. Wird der Router im Kundenkonto nicht korrekt als eigenes Gerät geführt, findet ihn die App nicht, leitet stattdessen nach MeinVodafone weiter, und die betreffenden Einstellungen bleiben gesperrt. Ein Router im eigenen Wohnzimmer, der per IP-Adresse erreichbar ist, lässt sich dann trotzdem nicht vollständig konfigurieren. Genau dieser Fall taucht in den Foren wiederholt auf, und der Vodafone-Support kennt die App nach Kundenberichten selbst nicht immer gut genug, um zu helfen.
Zur Ehrenrettung: Was die App macht, macht sie gut. Die Geräteliste erkennt Hersteller und Modell zuverlässig per Fingerprinting, WLAN-Zeitpläne und Gast-WLAN sind in wenigen Sekunden eingerichtet, und der integrierte Reichweitencheck sagt ehrlich, ob ein Verstärker nötig ist. Das Problem ist nicht die Qualität der App, sondern ihre Unverzichtbarkeit.
Ultra Hub 7 oder Vodafone Station?
Für die meisten Interessenten ist das die eigentliche Frage, denn beide Geräte stehen im gleichen Bestellprozess. Alle Mietgeräte mit Preisen zeigt die Übersicht der Vodafone Router. Der Aufpreis beträgt einen Euro im Monat, also zwölf Euro im Jahr.
Technisch gewinnt der Ultra Hub 7 klar, und der Unterschied ist im WLAN messbar. Nutzer, die von der WiFi-6-Station umgestiegen sind, berichten von rund 1.000 Mbit/s auf mehreren Metern Entfernung, wo die Station nur etwa 400 Mbit/s lieferte. Die Berichte decken sich in einem Punkt: der Ultra Hub 7 hält das Tempo länger, wenn Wände im Weg sind, und bricht in der zweiten Zimmerreihe nicht so schnell ein.
Auf der Habenseite der Station steht dafür die vollständige Weboberfläche mit Expertenmodus. Wer gern selbst schraubt, verliert beim Wechsel Kontrolle und gewinnt Tempo. Alle Details zum älteren Gerät haben wir im Artikel zur Vodafone Station zusammengetragen.
Und was ist mit der FRITZ!Box?
Vodafone vermietet am Kabelanschluss auch AVM-Geräte, und hier wird es für den Ultra Hub 7 unangenehm. Die FRITZ!Box 6670 Cable kostet 6,99 Euro im Monat, also nur einen Euro mehr, kann ebenfalls Wi-Fi 7 und bringt genau das mit, was dem Ultra Hub 7 fehlt.
- DECT-Basis für Schnurlostelefone
- Anrufbeantworter und Faxfunktion
- Netzlaufwerk und Mediaserver über USB
- VPN-Zugang ins Heimnetz
- Smart-Home-Steuerung über DECT ULE, heute nutzbar und nicht angekündigt
- vollständige Konfiguration im Browser, ohne App und ohne Anbieterkonto
Beim reinen WLAN-Bruttotempo liegt der Ultra Hub 7 vorn, in der Funktionsbreite verliert er deutlich. Für einen Euro Aufpreis ist die FRITZ!Box 6670 Cable die vielseitigere Wahl, der Ultra Hub 7 die schnellere. Wie sich die größeren AVM-Modelle unterscheiden, zeigt unser Vergleich FRITZ!Box 6660 vs. 6690.
Und ja, du darfst auch ein komplett eigenes Gerät anschließen. Was dabei gilt, erklärt unser Ratgeber zur Routerfreiheit bei Kabelanbietern. Ob Mieten oder Kaufen unterm Strich günstiger ist, rechnen wir im Artikel Router mieten oder kaufen durch.
Was Kunden über den Ultra Hub 7 berichten
Fachtests fallen freundlich aus, der Router holte in einem Praxistest 94,4 Prozent und die Note sehr gut. In den Communitys ist das Bild deutlich zweigeteilt, und die Kritik trifft immer wieder dieselben Punkte. Wir haben die wiederkehrenden Muster gesammelt.
Das loben Kunden:
- Der WLAN-Durchsatz wird durchgehend als großer Sprung beschrieben, ein Nutzer nennt die Leistung schlicht wahnsinnig.
- Bessere Durchdringung von Wänden und Möbeln als beim Arris-Vorgänger, das automatische Umschalten zwischen 2,4 und 5 GHz funktioniert unauffällig.
- Wer per Kabel arbeitet, berichtet von sehr langen Laufzeiten ohne Neustart, in einem Fall über 100 Tage.
- Die Geräteerkennung benennt angeschlossene Hardware zuverlässig mit Hersteller und Modell statt mit kryptischen Namen.
Das kritisieren Kunden:
- Sporadische Verbindungsabbrüche über WLAN und LAN. Das WLAN bleibt verbunden, meldet am Smartphone aber keine Internetverbindung. Manchmal hilft ein Neustart, manchmal erst der dritte.
- Konflikte mit Powerline-Adaptern. Mehrere Nutzer berichten, dass ein Devolo-Set am Router das WLAN für Minuten lahmlegt. Am 2,5-Gbit-Port bricht die Verbindung nach kurzer Zeit ganz weg, bis zu einer Viertelstunde kann es dauern, bis wieder Internet da ist. Mit der WiFi-6-Station lief dasselbe Powerline-Set unauffällig.
- Einzelne Smart-Home-Geräte finden den Router nicht, unabhängig vom Frequenzband. Genannt werden unter anderem LED-Systeme.
- Die Geräteliste bleibt unvollständig, es werden nicht alle Clients im lokalen Netz angezeigt.
- Die App findet den Router nicht und sperrt damit einen Teil der Einstellungen aus. Frühere Firmwarestände ließen die Einrichtung noch komplett ohne App zu.
- Der Ultra Hub 7 ist dicker als die Vodafone Station und passt nicht in jede vorhandene Vodafone-Wandhalterung.
Ein Muster fällt auf: Wer stabil sein Netz braucht und auf Powerline oder viele ältere Clients setzt, stößt hier eher auf Probleme als jemand mit einem handvoll moderner Geräte. Mehrere Nutzer haben genau deshalb auf eine FRITZ!Box gewechselt und berichten, dass die Abbrüche danach verschwanden. Das ist kein Beweis für einen Serienfehler, aber ein Hinweis, den man vor der Bestellung kennen sollte.
Unsere Bewertung: schnelle Funkstrecke, eingeschränkter Router
Aus Datenblatt, Handbuch und den gesammelten Kundenberichten ergibt sich ein zweigeteiltes Urteil, und zwar sehr sauber entlang einer Linie. Als Funkstrecke ist der Ultra Hub 7 das beste Gerät, das Vodafone bislang selbst angeboten hat. Als Router im Sinne eines Netzwerkgeräts ist er der eingeschränkteste.
Der Tempogewinn ist echt und nicht nur ein Datenblatt-Effekt. In Räumen, in denen die Vodafone Station im dreistelligen Bereich hing, blieb der Ultra Hub 7 dicht am Tariflimit. Auch die Latenzen fühlen sich beim Spielen im WLAN ruhiger an, was zum niedrigeren Overhead von Wi-Fi 7 passt.
Der Preis dafür ist Kontrollverlust. Es gibt keinen Expertenmodus, keine eigenen Routingtabellen, keine Profilverwaltung ohne App und keine Funktionen jenseits von Internet, WLAN und Telefonie. Vodafone baut hier bewusst ein Gerät, das man nicht falsch bedienen kann, und nimmt in Kauf, dass man es auch nicht richtig bedienen kann.
- Wi-Fi 7 mit vier Antennen je Band, spürbar mehr Reichweite und Tempo als die Vodafone Station
- 2,5-Gbit-LAN-Port, damit auch für Multi-Gig-Heimnetze und den Highsplit-Ausbau gerüstet
- DOCSIS 3.1 mit Reserve nach oben
- WPA3 und Sicherheitsupdates bis mindestens 2032
- Gast-WLAN und Sekundär-WLAN mit Kompatibilitätsmodus für alte Geräte
- WLAN-Zeitplaner, Gerätesperren und abschaltbare LEDs
- sehr einfache Einrichtung, kein Techniker nötig
- ordentliche Verarbeitung und aufgeräumte Weboberfläche
- kein 6-GHz-Band, damit fehlt Wi-Fi 7 sein größter Vorteil
- zentrale Einstellungen nur über die UltraConnect-App, in der Weboberfläche ausgegraut
- App braucht ein korrekt gepflegtes Vodafone-Kundenkonto, sonst bleiben Funktionen gesperrt
- keine DECT-Basis für Schnurlostelefone
- kein Anrufbeantworter
- laut Datenblatt kein Netzlaufwerk und kein Mediaserver, obwohl USB 3.0 vorhanden ist
- keine Geräteprofile und keine tiefergehenden Netzwerkeinstellungen
- 15 Watt im Standby sind für ein Gerät dieser Klasse hoch
- gehäufte Nutzerberichte über Verbindungsabbrüche und Konflikte mit Powerline-Adaptern
- Kabel-Variante ausschließlich als Mietgerät mit Rückgabepflicht
Für wen lohnt sich der Ultra Hub 7?
Der Ultra Hub 7 passt zu einem klar umrissenen Haushalt: schneller Tarif, moderne Endgeräte, viel WLAN, wenig Bastelbedarf. Wer mit einem Gigabit-Anschluss vor allem streamt, spielt und arbeitet und den Router danach nie wieder anfassen will, bekommt hier genau das richtige Gerät.
Nicht die richtige Wahl ist er, wenn du ein Schnurlostelefon per DECT anmelden willst, eine Festplatte am Router freigeben möchtest, mit Portfreigaben und VPN arbeitest oder Powerline im Haus liegt. In all diesen Fällen ist der Aufpreis zur FRITZ!Box 6670 Cable gut angelegt.
Und wenn es am Ende nicht am Router liegt, sondern an der Verteilung im Haus, hilft ein Mesh-System mehr als ein Gerätetausch. Vodafones SuperWLAN 7-Verstärker ist dafür der bequemste, aber nicht der einzige Weg. Was Alternativen leisten, steht in unserem Ratgeber zum Mesh WLAN, konkrete Handgriffe für mehr Tempo im Funknetz gibt es unter WLAN schneller machen.
FAQ zum Vodafone Ultra Hub 7
Die Miete für den Ultra Hub 7 liegt bei 5,99 Euro pro Monat. Vodafone hat den Preis zum 26. Juli 2026 von 4,99 Euro angehoben. Die Kabel-Variante gibt es ausschließlich zur Miete, die Glasfaser-Variante alternativ auch zum Kauf für 149,90 Euro. Der optionale SuperWLAN 7-Verstärker kostet 2,99 Euro monatlich.
Nein. Der Ultra Hub 7 funkt nach Wi-Fi 7, nutzt aber nur die Bänder 2,4 und 5 GHz. Das 6-GHz-Band fehlt, damit entfällt der größte Tempovorteil des Standards. In der Praxis fällt das noch wenig ins Gewicht, weil kaum ein Endgerät 6 GHz unterstützt.
Für die Grundfunktionen nicht: WLAN-Name, WLAN-Passwort und Gast-WLAN lassen sich über die Weboberfläche unter 192.168.0.1 einstellen. Nutzungszeiten, Gerätesperren, das Sekundär-WLAN und die Anmeldung eines SuperWLAN 7-Verstärkers sind dagegen nur über die App möglich. In der Weboberfläche sind diese Punkte ausgegraut.
Verbinde ein Gerät per WLAN oder LAN mit dem Router und ruf im Browser http://192.168.0.1 auf. Das voreingestellte Passwort steht als Web UI Passwort auf der Unterseite des Geräts und auf der beigelegten Karte. Ändern lässt es sich anschließend unter Einstellungen.
Ja. Am Kabelanschluss gilt die freie Routerwahl, du kannst also ein eigenes Kabelmodem oder einen eigenen Router betreiben. Was dabei zu beachten ist und welche Zugangsdaten du dafür brauchst, erklären wir im Ratgeber zur Routerfreiheit bei Kabelanbietern.
Wenn dir WLAN-Tempo und Reichweite wichtig sind, ja: Umsteiger berichten von rund 1.000 statt 400 Mbit/s auf mehreren Metern Entfernung. Wenn du dagegen im Expertenmodus der Station arbeitest oder Powerline im Haus nutzt, verlierst du beim Wechsel mehr, als du gewinnst.
Nein. Am Ultra Hub 7 lassen sich zwei Telefone über die TAE- und FXS-Buchsen anschließen, eine DECT-Basis für schnurlose Telefone fehlt. Das im Datenblatt genannte DECT bezieht sich auf DECT ULE für Smart-Home-Zubehör, nicht auf Telefonie.
Wie sich Vodafone insgesamt gegen andere Anbieter schlägt, zeigt unser WLAN-Anbieter-Vergleich. Und welche Technik überhaupt an deiner Adresse ankommt, klärt der Blick auf die Kabelanbieter in Deutschland.


